Vom Krisenfall zum Kerngeschäft: 20 Jahre Nachhaltigkeit bei Tchibo

Shownotes

Es begann mit einer Krise: 2006 kritisierte die Kampagne für Saubere Kleidung Menschenrechtsverletzungen in Textilfabriken, in denen auch Tchibo produzieren ließ. Wir bei Tchibo entschieden uns daraufhin, Nachhaltigkeit von Grund auf neu aufzustellen und in die eigene Geschäftstätigkeit zu integrieren.

20 Jahre später hat sich viel getan!

In unserer Jubiläums-Folge diskutieren zwei Gäste, die diesen Weg geprägt haben. Achim Lohrie hat den Bereich Unternehmensverantwortung bei Tchibo ab 2006 aufgebaut und bis 2019 geleitet. Er gilt als Tchibo-Nachhaltigkeitspionier. Pablo von Waldenfels ist seit 2022 Direktor Unternehmensverantwortung. Mit rbb-Moderatorin Katja Weber sprechen sie über den Weg von der Krisenkommunikation zur Strategie. Sie erklären, warum Tchibo den Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern von Kampagnen wie der Clean Clothes Campaign und Greenpeace gesucht hat. Außerdem geht es um die Frage, warum sich mit nachhaltigen Produkten nicht automatisch mehr verdienen lässt und warum Nachhaltigkeit trotzdem über die Zukunft eines Unternehmens entscheidet.

Darum geht es in der Folge
• 2006: Der Anruf, der alles ins Rollen brachte – „Ihr habt ein Problem, kann ich helfen?“
• Dialog statt Abschottung: Zusammenarbeit mit NGOs und Stakeholdern
• Meilensteine: WE-Menschenrechtsprogramm in Non-Food-Fabriken, Klimamanagement, Detox-Zusage 2014, Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016
• Kaffee: das datenbasierte Programm Coffee2Stay und warum auskömmliche Einkommen am meisten helfen
• Zahlen Kundinnen und Kunden mehr für Nachhaltigkeit? Eine ehrliche Antwort
• Tops & Flops, Rückschläge und angepasste Ziele, und warum existenzsichernde Löhne für Kaffeefarmer und Näherinnen noch immer eine Baustelle sind
• Ausblick 2036: Zukunftssicherung des Kaffeeanbaus und zirkuläre Geschäftsmodelle wie Textile-to-Textile-Recycling

Die Zitate dieser Folge
„Die vielleicht wichtigste Erkenntnis aus 20 Jahren Nachhaltigkeit ist: Ausprobieren. Machen. Nicht auf die perfekte Lösung warten. Zur Not das Thema wieder einkassieren. Niemals stehen bleiben.“ Pablo von Waldenfels

„Wenn man glaubt, dass etwas nicht geht, wird man in der Regel eines Besseren belehrt. Wenn die notwendige Kraft und Energie dahinter liegt. Und zwar zusammen mit anderen, nicht allein.“ Achim Lohrie

Moderation: Katja Weber, rbb

Links
• Mehr zu 20 Jahren Nachhaltigkeit bei Tchibo findet ihr hier
• Artikel zur Clean Clothes Campaign Kampagne 2005
• Greenpeace-Bericht zur Detox-Zusage 2014 "Chemie im Sonderangebot"
• Tchibo Kaffeeprogramm Coffee2Stay
• Pressemitteilung BMZ Rede Dr. Gerd Müller über Tchibo

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe eigentlich fassungslos davor gesessen, wie Chibo niedergemacht wurde und habe einfach hier angerufen.

00:00:08: Und habe gesagt ich glaube ihr habt ein Problem.

00:00:10: kann ich euch helfen?

00:00:10: Ich kannte Kirsten Broder von Greenpeace.

00:00:13: Ich kante Gisela Burkhardt die Hauptkampaignerin aus der Bangladesh-Kampagne.

00:00:17: Darum habe ich Kirstin Broder angerufen.

00:00:19: sie stand vor der Filiale und habe gesagt es auf Kirstens.

00:00:22: Ich komme mal rüber Dann gehen wir Kaffee trinken und erzählts mal, was das Konzern ist.

00:00:27: In der

00:00:28: aktiven Zivilgesellschaft bringt die Themen hervor in Dialogkommen, die Detox-Kampagne dann auch zu starten.

00:00:35: Wirklich haben wir Michaelienmanagement zu arbeiten, wirklich am Thema Menschenrechte zu arbeiten während wir heute eher, sage ich immer, in der Konsolidierung und Integration sind.

00:00:45: dieser Themen.

00:00:47: vor zwanzig Jahren stand Schiebo unter Druck nicht wegen des Cafés auch nicht wegen des Geschäftsmodells.

00:00:53: Es ging um die Frage, welche Verantwortung übernimmt ein Unternehmen für die Menschen, die seine Produkte herstellen?

00:01:01: Ausdöser war damals eine Kampagne, die auf Arbeitsbedingungen von Näherinnen aufmerksam machte – für Chibo einen Wendepunkt!

00:01:10: In dieser Video-Podcastfolge von Fünf Tassen täglich geht es deswegen um eine besondere Bilanz.

00:01:16: Zwanzig Jahre Nachhaltigkeit bei Chibo.

00:01:19: Zum ersten Mal treffen hier zwei Menschen aufeinander, die die Nachhaltigkeit bei Chibo geprägt haben und aktuell prägen.

00:01:27: Achim Luri hat den Nachhaltigkeitsbereich bei Chivo aufgebaut und vor zwei Jahrzehnten entscheidende Impulse gesetzt für ein neues Verständnis von Unternehmensverantwortung.

00:01:37: Pablo van Waldenfels verantwortet jetzt den Nachaltigkeinsbereich bei Cibo – und dies in einer Zeit, in der es immer mehr Nachhaltighats-Müdigkeit gibt!

00:01:47: Wie hat sich der Blick auf Nachhaltigkeit verändert?

00:01:50: Was wurde bisher erreicht und was muss noch unbedingt erreicht werden.

00:01:55: Darüber diskutieren jetzt Pablo von Waldenfels und Achim Nouri, und moderiert wird dieses Special von Fünf Tassen täglich als Videopodcast von der Moderatorin Katja Weber!

00:02:06: Wir müssen nachhaltiger werden.

00:02:09: Dieser Entschluss ist vor zwanzig Jahren gefallen, hier am Übersäring in Hamburg.

00:02:14: Der Anlass dafür war kein Freudiger – das werden wir gleich noch eingehen, da besprechen aber immerhin er waren Anlass.

00:02:20: Chibo hat damals beschlossen, das Thema Nachhaltigkeit ganz grundlegend, ganz neu aufzusetzen ins Unternehmen zu holen, ins unternehmerische Selbstverständnis.

00:02:31: Ich bin Katja Weber und ich freue mich sehr diesen Turn, der jetzt zwanzigjähriges Feiert.

00:02:36: Und das was bisher geschah mit zwei der maßgeblich Verantwortlichen besprechen zu können.

00:02:41: Der eine ist Achim Lourie wurde damals im Jahr twohntausend sechs ins Unternehmen geholt auf eine eigens für ihn gebackene Position Direktor Unternehmensverantwortung.

00:02:53: er hat diesen Bereich entwickelt nicht nur für Textilien für Non Food sondern auch für den Bereich Kaffee.

00:02:59: Willkommen Achim.

00:03:00: Ja, vielen Dank!

00:03:02: Du warst bis zum Jahr zwei Tausendundneunzehn in dieser Funktion im Unternehmen.

00:03:06: Zwei Tausendsweinzwanzig kommt Pablo von Waldenfels zu Cibo damals mit der Zuständigkeit exklusiv für die Nachhaltigkeit beim Café.

00:03:15: Im April ist dann diese riesige Kontinent Non-Food dazugekommen.

00:03:19: Du bist also der aktuelle Direktor Unternehmensverantwortung.

00:03:22: Schön, dass du da bist.

00:03:23: Freut mich.

00:03:24: Jetzt gab es ja keine direkte Ablöse oder Übergabe zwischen euch beiden, aber wenn jemand dreizehn Jahre lang diesen Bereich aufbaut prägt dann vermute ich mal wird der deutliche Spuren hinterlassen haben die auch später noch zu sehen sind.

00:03:38: Auf welche Fußspuren von Achim bist du hier gestoßen bei deinem Einstieg?

00:03:43: Ich höre Achims Namen noch ganz oft für viele Kolleginnen und Kollegen noch mit ihm oder das wir ihnen gearbeitet haben Und vieles von dem, was wir machen ist heute anders als vielleicht vor zwanzig Jahren oder noch vor sechs, sieben Jahren.

00:03:57: Aber wir haben die Dinge, von denen wir glauben, dass sie funktionieren und das sie gut sind entweder übernommen oder weiterentwickelt.

00:04:04: Nenn mal eins, was du ganz wichtig findest?

00:04:07: Unser Menschenrechtsprogramm in Non-Food Fabriken des Weeprogramms zum Beispiel läuft weiter

00:04:12: auf das wir vielleicht auch noch zu sprechen kommen.

00:04:15: Bei deiner Bioachim habe ich mich gefragt, wie kommt denn der Jurist in den Nullerjahren?

00:04:20: Bist du Justizjahr bei der OTTO GmbH?

00:04:22: Wie kommt er zum Thema Nachhaltigkeit?

00:04:26: Ja eher wie die Jungfrau zum Kind.

00:04:27: Ich wurde gefragt ob ich nicht Lust hätte mal irgendwas anderes zu machen.

00:04:31: da war ich gerade zwei Jahre in der Rechtsabteilung und dann hab' ich gesagt bin ich eigentlich der typische Jurist oder kann ich nicht in die Kommunikation?

00:04:41: Das hing bei der Kommunikation, das Nachhaltigkeitsthema oder was da schon eine lange Tradition dort hatte.

00:04:47: Und habe ich gesagt Mensch Kommunikations und Nachhaltigkeit, das ist vielleicht noch mal in zwei Feldern nämlich interessieren.

00:04:53: und dann bin ich intern gewechselt Nachhaltigkeitsbericht.

00:04:56: Also Learning by Doing?

00:04:57: Learning by doing im Grunde Autodidakt, ja!

00:05:00: Okay alles klar.

00:05:01: und dann kommt sie auch gleich Faust-Dicke.

00:05:03: Zwei Tausendundfünf kommt Chibo in die Schlagzeilen.

00:05:06: Die Kampagne für saubere Kleidung Prang hat Menschenrechtsverletzungen an.

00:05:10: in den Textilfabriken In denen eben auch Chibo produzieren lässt Die günstigen Preise für die T-Shirts Für die Hosen, die verdanken sich der Ausbeutung der Näherin Teilt es von Misshandlungen die Rede.

00:05:22: Was passiert hier im Unternehmen?

00:05:25: Riesenalarm.

00:05:27: Ich war in dem Zeitpunkt bei schon nicht mehr bei Otto.

00:05:30: so im Rahmen eines persönlichen Entwicklungsprogramms, habe ich gesagt, ich mache mich selber nochmal selbstständig mit meiner eigenen Beratung und hab eigentlich fassungslos davor gesessen.

00:05:42: also zwei tausend fünf vom Fernseher vor den Zeitungen wie Chibo ... niedergemacht wurde, muss man wirklich sagen.

00:05:52: Und das sind ja auch drastische Botschaften, die da gesendet werden und habe dann gesagt ich bin hier jung dynamischer Selbstunternehmer... ...und hab einfach hier angerufen und habe gesagt Ich glaube ihr habt ein Problem.

00:06:05: kann ich euch helfen?

00:06:06: Und du hast also gedacht ich glaube Ihr habt ein problem und ich könnte es lösen.

00:06:10: wie denn?

00:06:13: Dazu muss man verstehen, ich habe fünfzehn Jahre Nachhaltigkeit bei Otto schon gemacht.

00:06:19: Ich kannte die gesamten Netzwerke also auch die Campaigner, die kannte ich persönlich, kannte den Pressevertreter.

00:06:28: Das war natürlich ein Riesenfund mit dem ich dann hier auch erst mal punkten konnte.

00:06:33: und ich hab dann auch gesagt, ich muss mir erstmal Chivo angucken wenn ich hier eine Strategie vielleicht für euch baue.

00:06:40: Aber das Problem, was ihr jetzt habt ist die Kommunikation.

00:06:45: Also ihr braucht eine Krisenkommunikation und insofern ist es so losgedrangen.

00:06:51: der seinerzeitige Vorstandsvorsitzende der Chivo Holding Herr Dr.

00:06:56: Konrad als CEO Chivo war noch gar nicht da.

00:07:00: Der hat dann auch gesagt machen sie aber bringen Sie uns erst mal aus den Medien.

00:07:05: Und ich habe dann einfach anrufen Und hat dann gesagt, ich lad euch mal ein.

00:07:09: Vielleicht

00:07:09: ist das schon mal so'n erster Merkposten den wir mitnehmen können Kommunikation isst oder dass es das was in so einer Situation gebraucht wird?

00:07:17: Ich will aber noch einmal... Ich habe tatsächlich mit großem Interesse die alten Artikel zum Thema gelesen.

00:07:22: Wir verlinken sie auch und packen denen die Show notes.

00:07:24: Ich glaube, das ist spannend da nochmal reinzulesen.

00:07:26: Eine Sprecherin des Unternehmens hatte damals also zwei tausendundfünf gesagt Wir können nicht vierundzwanzig Stunden am Tag in den Fabriken nach dem rechten sehen.

00:07:35: Das klingt ja nach der Strategie, Mauern und Abblocken.

00:07:40: Würdest du denn sagen ihr konntet es danach?

00:07:42: Vierundzwanzig Stunden am Tag nach dem Rechten sehen?

00:07:45: Nein das kann man natürlich nicht.

00:07:46: aber man muss Partner aufbauen.

00:07:48: die ist für einen tun und das hatte Chebo seinerzeit auch nicht.

00:07:51: Chebo hat zum Beispiel auch gesagt was ich fast noch viel schlimmer fand weil in der ersten Aussage steckte ja auch ein Stück Wahrheit drin hat zum beispiel auch gesagt weißt uns nach dass das unsere Fabriken sind und da könnte er wieder kommen.

00:08:07: Wer die Erfahrung hatte in den Märkten, der wusste jede Fabrik hat Menschenrechtsverstöße.

00:08:13: Also insofern war das natürlich und das brachte die Campaigner natürlich völlig auf die Barikaden und dann wurde eigentlich die Kampagne immer noch doller.

00:08:21: Nein man braucht ein gutes System aber da kommen wir sicherlich zu einem gutes System.

00:08:25: Man braucht viele, viele Partner im Markt.

00:08:28: Pablo kann das nicht.

00:08:29: ich kann es auch nicht alleine mit den Mitarbeitern hier nicht.

00:08:33: Das heißt diese Aussage, wir können nicht vierundzwanzig Stunden am Tag nachvollziehen was da in den Fabriken passiert.

00:08:38: Die gilt so auch heute noch?

00:08:40: Natürlich sind nicht unsere eigenen Fabrike.

00:08:42: Wir nehmen bestimmte Mengen jedes Jahr ab von diesen Fabrikes.

00:08:47: das sind aber nur Teile deren Produktion.

00:08:48: die gehören nicht uns sie haben ihr eigenes Management sind selbstständige Firmen.

00:08:52: die können wir nicht vier und zwanzig stunden am tag überwachen.

00:08:55: nein.

00:08:56: Und was ist dann Rückentechnologie, um so gut wie möglich an eine vollständige Transparenz heranzukommen?

00:09:03: Ja wenn wir Non-Food bleiben das eines überhaupt die Rückverfolgbarkeit zu haben.

00:09:08: in welchen Fabriken wird tatsächlich produziert?

00:09:12: und dann gibt es mehr Ansätze, das eine ist sozusagen im ersten über Monitorings und Audit überhaupt erstmal die Situation aufzunehmen zu erfassen.

00:09:26: Die Dinge, die man sehen kann Sicherheitsvorkehrungen andere Dinge Arbeitsplatzrelevante Themen.

00:09:31: Das zweite ist in längerfristig angelegte Programme In denen dann an der Verbesserung der Situation auch gearbeitet wird.

00:09:38: Ich hatte eben schon das V-Programm erwähnt.

00:09:40: Und dass bei uns die zweite wichtige Säule.

00:09:44: Jetzt sprachen wir gerade über Ereignisse aus den Jahren zwei tausend fünf, zweitausend sechs.

00:09:48: Da studierst du noch fröhlich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Lüneburg?

00:09:53: Wenn Du an Achim's Stelle gewesen wärst oder keine Ahnung ob dieser Fall Chibo der große Schlagzeilen gemacht hat dann auch mal im Hörseil thematisiert worden ist?

00:10:02: wie wärst Du vorgegangen?

00:10:03: war das State of the Art leerbuch gemäß?

00:10:06: Erstaunlicherweise war es nicht Teil unserer Vorlesung, das wäre ein guter Case gewesen an dem wir hätten arbeiten können.

00:10:13: Ich hatte den Studiengang tatsächlich auch gestartet um Journalist zu werden und gar nicht in die Nachhaltigkeit zu gehen.

00:10:18: also auch was mit Kommunikation gerne machen wollen.

00:10:23: Nein aber die erste Reaktion ist tatsächlich an der Uni.

00:10:28: sicherlich klar gewesen wäre, so kommuniziert man nicht.

00:10:32: oder so kommuniziert man wenn man die Probleme noch verschlimmern will indem man einfach die Tür zuschlägt und sagt heißt uns das erst mal nach und gar nicht in Dialog zu gehen.

00:10:44: Das ist auch ein Thema dass wir bis heute ja fortführen.

00:10:46: du hattest gefragt Was habt ihr übernommen?

00:10:49: Und ich denke, das ist eine der Stärken von Chibus Ansatz nicht immer alles alleine machen zu wollen sondern tatsächlich in Dialog zu gehen die Tür zu öffnen um Gespräch zu bleiben und die Dinge so weiterzuentwickeln.

00:11:01: Was wir jetzt auf keinen Fall schaffen werden in diesem Podcast, ist die ganze Chronologie und Nachhaltigkeitsgeschichte des Unternehmens nachzuklappern.

00:11:09: Aber ich will trotzdem auf ein paar Eckdaten noch mal eingehen.

00:11:13: Achim du und dein Team?

00:11:14: Du hast ja natürlich auch einen Stab!

00:11:16: Ihr fasst dann so nach und nach wirklich alles an.

00:11:21: In den Bereich des zertifizierten Cafés.

00:11:24: Beispielsweise mit dem Fairtrade-Siegel und da wird noch drüber zu sprechen sein weil das ist was, was du später wieder abräumen.

00:11:30: Wurst Pablo.

00:11:31: Dann geht es los damals mit der zertifizierten Baumwolle, das Unternehmen verordnet sich im Kliman-CO-Zweimanagement.

00:11:38: Guckt sich die Lieferketten an?

00:11:40: Jetzt war das natürlich die eine Entscheidung in dieser krisenhaften Situation, dich ins Unternehmen zu holen.

00:11:45: aber ich denke damals muss es doch schon auch Widerstände intern gegeben haben.

00:11:50: also Kollegen und Kolleginnen, die gedacht haben Boah, so ein Traumtenz.

00:11:54: Hänselts verplämpert der hier unsere Gewinne mit seinen Ideen aber vielleicht ja auch Beobachter-Beobachterin außerhalb des Unternehmens die sagen ja schön alles Show feigenblatt grüne Verkleidung.

00:12:08: Also ich denke ganz so schlimm was nicht?

00:12:11: Nee!

00:12:11: Nein Man muss sich das so vorstellen, so ein Großunternehmen wie dieses ist ja ein Spiegel der Gesellschaft.

00:12:17: Da gibt es die H-Core Ökoüberzeugten als Mitarbeiter genauso wie die Grundsatzverweigerer und dazwischen ist eigentlich die Basis der Mitarbeiter mit denen man auch arbeiten möchte.

00:12:33: Die du aber auch sozusagen zu dir rüberholen musst?

00:12:36: Die Not hier um Unternehmen aufgrund der Kampagne Auch das, ich sag's mal so wie es ist.

00:12:43: Das Schämen von Mitarbeitern, dass das Unternehmen als Menschenrechtsverletzer dargestellt wird war so groß, dass man eigentlich irgendwie darauf wartet.

00:12:53: da kommt jetzt oder muss irgendwie mal ein Halsbringer kommen der das hier alles wieder in Ordnung bringt.

00:12:58: Das war seinerzeit mit Herrn Ammer aus, so ich muss gar nicht lange verhandeln.

00:13:01: Ob ich anfangen kann?

00:13:03: Er sagte man können sie anfangen.

00:13:05: Da habe ich gesagt wo ist mein Schreibtisch und bleibe gleich hier.

00:13:09: Nicht uns später in der strategischen Entwicklung mit Herrn Dr.

00:13:11: Konrad.

00:13:12: auch Ich hab' hier in diesem Unternehmen da bin ich auch unglaublich dankbar für keine wirklichen Widerstände gegen diese Nachhaltigkeitsstrategie erfahren.

00:13:22: Wie gesagt vereinzelt soll mal wo es zu weit ging Und die ist gar nicht wollten.

00:13:26: das hat man natürlich.

00:13:28: Und wie würdest du sagen, ist da so das Selbstbewusstsein heute?

00:13:33: Ist das nach zwanzig Jahren wirklich Teil der Gibo-DNA?

00:13:36: Denkt jeder in allen Bereichen das Thema soziale ökologische Nachhaltigkeit mit.

00:13:44: Ob es jetzt jeder immer an jeden Tag in einen Bereich mitdenkt – da setze ich mal Fragezeichen hinter.

00:13:49: aber zum Eingangsfrage heute und die... Werte gab es damals so nicht, haben wir Unternehmenswerte in denen ganz klar drin steht.

00:13:59: Wir wollen fair sein gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch zu den Menschen oder der Natur entlang unserer Wertschiffungskette und wir wissen wo unser Kaffee herkommt oder welchen Bedingungen er angebaut wird.

00:14:10: Wir wollten Pionier sein für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.

00:14:14: das sind Dinge die kriegen wir jeder Mitarbeiter in die Hand gedrückt wenn wir ins Unternehmen kommen.

00:14:20: Wir haben auch einen Chibo eigenen Code of Contact, in dem dann die internationalen Menschenrechtsstandards und so weiter festgelegt werden.

00:14:26: Und wir sind dazu aufgerufen... ...in unsere Arbeit täglich diese Dinge mit zu berücksichtigen.

00:14:33: Insofern ja das hindert uns natürlich nicht daran sehr, sehr harte Diskussionen dazu zu führen.

00:14:42: Wie weit können wir gehen?

00:14:43: Was können wir uns wirklich leisten?

00:14:46: Nachhaltigkeitsarbeit ist auch mit Kosten verbunden, personell hier.

00:14:50: Wenn wir nachhaltige Materialien kaufen, dann kosten die mehr Geld.

00:14:54: Das heißt in angespannten Zeiten wird überall auch da die Lupe draufgelegt und geguckt okay ist es immer noch das Richtige?

00:15:03: wollen wir uns das leisten müssen wir das auch in Zukunft noch so machen.

00:15:06: Die Diskussion fühlen wir sehr hart zum Teil aber eben an der Sache und nicht im Grundsatz.

00:15:11: Und das ist das Wichtige.

00:15:13: Gehen wir nochmal zurück in die Chronologie, denn die nächsten Skandale, die lassen gar nicht so lange auf sich warten.

00:15:18: Zwei Tausendund Acht lässt sich Kirsten Brodde, Bloggerin und damals Mitarbeiterin bei Greenpeace von Chibo II T-Shirts bedrucken.

00:15:26: war damals ein Chibo Angebot kannst du machen für zwölf Euro neunzig zwei Schriftzüge auf Baumwoll T-shirts und sie lässt drauf schreiben Chibo T Shirts gefertigt.

00:15:37: Dieses T-Shirt hat ein Kind für Chibo genäht und macht dann so eine Einfrau.

00:15:41: Demo vor der Chibo Filiale am Hamburger Rathausmarkt.

00:15:45: Wieder gibt es Schlagzeilen.

00:15:46: Ein paar Jahre später schiebt wiederum Greenpeace eine Studie an, bei der herauskommt, dass in der Kleidung mehrerer deutscher Unternehmen so auch bei Chibo giftige Chemikalien enthalten sind.

00:15:56: Es gibt ne griffige Schlagzeit im

00:15:58: Oktober-Zw.a.,

00:16:00: Chemie im Sonderangebot und ein paar Tage später Ende Oktober können wir dann auf greenpeace.de nachlesen ist noch zu finden online.

00:16:09: wie verlinken Chibo Trendsetter mit Detox und ich zitiere mal weiter, Zusage nach nur zwei Tagen.

00:16:17: Chibo will seine Produktpalette komplett

00:16:19: entgiften.".

00:16:20: Ich vermute mal dass in diesen paar wenigen Tagen in deiner Abteilung ziemlich was los gewesen sein muss zwischen Veröffentlichungen der Studie und der Schlagzeile die ich zitiert habe.

00:16:30: Wieso ging das so schnell?

00:16:32: Man stellt ja nicht so schnell eine Lieferkette- und Produktionsprozesse um.

00:16:35: Nein aber man kann Versprechungen abgeben Auch mit allen Einschränkungen, weil man natürlich auch noch nicht wirklich weiß wie das läuft.

00:16:43: Da komme ich mal wieder... Aber

00:16:44: da lehnt man sich dann natürlich weit aus dem Fenster, wenn man was verspricht bei dem man noch nicht genau weiß, was sind denn da die einzelnen Glieder?

00:16:50: Ja no risk nor fun!

00:16:52: Wenn sie nicht riesigen Eingehen als, sag ich mal Manager in einem Unternehmen, dann wird es nix.

00:17:01: Es muss kalkulierbar sein.

00:17:02: Das Risiko muss immer kalkulrierbar sein.

00:17:05: Ganz zu Anfang habe ich mal gesagt, was sind so die Geheimnisse eigentlich um voranzukommen und um solche Kampagnen auch wieder zu kanalisieren in wirklich echte Zusammenarbeit.

00:17:17: Das ist Netzwerke.

00:17:20: Ich kannte Kirsten Brodder von Rubin Pies, ich kannte Gisela Burghardt, die Hauptkampänerin ja aus der Bangladesh-Kampagne und die kannten mich von Otto über fünfzehn Jahre also Kirstens Brodde ein bisschen weniger.

00:17:35: Sie haben mir selber signalisiert, du bist ein ehrlicher Markler für die Interessen des Unternehmens.

00:17:41: Das Unternehmen hat ein Problem ist viel zu spät mit dem Nachhaltigkeitsthema dran.

00:17:45: andere Unternehmen Otto zum Beispiel waren weiter und auf dieses Vertrauen habe ich gesetzt.

00:17:52: darum habe ich Kirsten Broder angerufen auf ihrem Handy.

00:17:55: sie stand vor der Filiale und hab gesagt was auf Kerstin?

00:17:58: Ich komm mal rüber Dann gehen wir Kaffee trinken und dann erzählst du mal, was das Konzern ist.

00:18:04: Und Gisela Burg hat ja genauso.

00:18:06: am zweiten Tag als ich hier war, also wie Herr Ammer den Schreibtisch gegeben hat, habe ich sie angerufen und hab gesagt bringen da eine ganzen Campäne, dringen Sie mit?

00:18:13: Wir setzen uns in den Konferenzraum.

00:18:15: Sie waren ja nicht gerne gesehen vor.

00:18:19: Aber natürlich sachkundig im Feld.

00:18:21: Sachkundlich entfällt!

00:18:22: Das ist ja auch das Bemerkenswerte und das Bewunderungswerte.

00:18:26: intensiv am Ende die Recherchen sind, bevor sie an ein Unternehmen herantreten.

00:18:32: Also deshalb auch die seinerzeitige Aussage, ihr könnt wiederkommen wenn wir uns nachweisen können dass das eine Produktionsstätte ist, die an uns Jibo liefert ja es natürlich absolut super grau.

00:18:44: du hast es vorhin gesagt das macht man nicht also wenn man sich halbwegs in diesem Thema Campaigning auskennt.

00:18:51: Jetzt geht es dann damals los mit dem We-Menschen-Rechtsprogramm, das du Pablo schon angesprochen hast.

00:18:56: Das will die Arbeiterinnen in den Fabriken erreichen.

00:18:59: Wären diese Entwicklung möglich gewesen ohne diese Skandale?

00:19:04: Ohne diese Kampagnen?

00:19:07: Zum Teil nicht und ich glaube, dass zeigt auch dieses Zusammenspiel.

00:19:11: eine aktive Zivilgesellschaft bringt die Themen hervor.

00:19:16: Ich mach das total Spaß da gerade zuzuhören, weil wenn ich hier auf Chibo schaue und auf eure Arbeit damals.

00:19:24: Das war eben sehr geprägt von den Kampagnen die Themen überhaupt sichtbar machen.

00:19:30: Überhaupt in Dialog kommen, die Detox-Kampagne dann auch zu starten und wirklich haben wir keinen Management zu arbeiten, wirklich am Thema Menschenrechte zu arbeiten während wir heute eher sage ich immer in der Konsolidierung und Integration sind dieser Themen wirklich ins Kerngeschäft, in die Kernprozesse und so weiter.

00:19:52: Es hat ja auch eine Verrechtlichung stattgefunden des ganzen Themas Berichterstattungspflichten und andere Dinge offizielle Positionen, die von Gesetzen gefordert sind in den Unternehmen.

00:20:02: Das heißt wir arbeiten zwar immer noch an den gleichen Themen aber sie sind durch die Kampagnen reingekommen ins Unternehmen und werden heute dann aber eben Kernprozesse von den Unternehmen mit integriert.

00:20:19: Das ist ein riesen Schiff, glaube ich in der Art und Weise wie die Themen dann auch bearbeitet werden.

00:20:24: Also klingt so als wolltest du sagen das ist jetzt Next Level?

00:20:29: Ich würde nicht sagen dass es unbedingt Next Level ist wirklich von der Kampagne zum Standard geworden und durch die Kampagnen überhaupt sichtbar.

00:20:38: Jetzt kommt im Jahr die Katastrophe.

00:20:42: Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaser in Bangladesch.

00:20:46: unter den Trümmern sterben eineinthausend einhundert und dreißig Menschen, zweieinhalbtausend Menschen werden verletzt.

00:20:53: Das ist dann Anstoß für weitere Veränderungen in diesem Marktteil.

00:20:58: Ist es möglich bei diesem Thema ökologische soziale Nachhaltigkeit?

00:21:03: vor die Welle zu kommen, also vor Katastrophen, vor Kampagnen oder hat es die gebraucht um Anstoß zu geben?

00:21:11: Ich glaube zum Start schon.

00:21:14: Zum Zeugpunkt von Rana Plaza und da musst du glaube ich nochmal einsteigen wart ihr schon längst dabei an dem Thema zur Arbeiten Fabriksicherheit in der Region.

00:21:21: Also man kann sehr wohl vor die welle kommen und da kennst du sicherlich auch noch die echte Geschichte.

00:21:26: wie ist dann hier im Unternehmen?

00:21:29: Also ich muss nicht nochmal betonen, dass das eine furchtbare Katastrophe war.

00:21:33: Und wenn ich jetzt was dazu ausführe, klingt das vielleicht ein bisschen managementtechnisch.

00:21:37: also da bin ich dann drum um Entschuldigung.

00:21:45: Rana Plaza und vorher zwei Gebäude Brände sind auch hunderte von Menschen gestorben in Bangladesch und den Pakistanen Das kam ja alles zusammen.

00:21:54: War für uns als wir das gehört haben so eine Prüfung?

00:22:01: sind die Maßnahmen, die wir vor diesem Ereignis implementiert haben wie das WEE-Programm.

00:22:08: Hat da schon geholfen dabei, dass wir nicht betroffen waren?

00:22:12: Denn wir haben da nicht geordert!

00:22:16: Was wird in dem WEE Programm unter anderem auch gemacht?

00:22:19: Vor einer Orderentscheidung war ein neuen Lieferanten grundsätzlich eine Audit durchgeführt wo man sich die wesentlichen Gesichtspunkte, die man sehen kann.

00:22:34: Also wie zum Beispiel auch gefährliches Gebäude, Risse in der Wand zu eng gesetzte Nährplätze oder näheren Plätze.

00:22:42: Das wird angeguckt.

00:22:44: Wenn man die Möglichkeit hat, in die Bücher zu gucken sieht man auch die Lohnzahlung.

00:22:48: ist das Dumpingpreis?

00:22:49: was wird da bezahlt?

00:22:50: In der Fabrik und so weiter und sofort nicht also Arbeitszeiten.

00:22:55: Die Fabriken, die hier betroffen waren Rana und die beiden anderen ... waren unserem Einkauf bekannt.

00:23:03: Man hat sie sich auch angeguckt zu einer gewissen Zeit und hat im Weeprogramm gesagt, das ist uns nicht geheuer da platzieren wir keine Order.

00:23:12: Das war für mich als wir mit Einkauf- und Import zusammen saßen.

00:23:18: bei aller Trage jetzt nochmal.

00:23:22: Das ist ein erster Erfolg.

00:23:23: Einerster richtiger Erfolg für das Programm was wir jetzt hier über die Jahre... eingezogen haben.

00:23:30: War toll!

00:23:31: Und vielleicht als Ergänzung dazu, wie ist es heute drin?

00:23:34: Also früher, sag ich mal wurden die Dinge dann eher über eine Kampagne an uns herangetragen.

00:23:40: und wenn man sich heute unser Programm für unsere Kaffeepfammer anschaut wo wir unseren Kaffee beziehen dort arbeiten wir mit Daten.

00:23:50: Wir erheben diese Situation vor Ort um herauszufinden welches sind die wichtigsten Themen im Bereich Menschenrechte, soziales Umwelt und schneidern dann unsere Programme analog wie wir es dann in Nonfood auch gemacht haben.

00:24:06: jetzt anhand dieser Daten.

00:24:07: Und damit sind wir vor der Welle denn wissen was?

00:24:10: wir haben Transparenz darüber was in den Anbauregionen.

00:24:14: Tatsächlich passiert es.

00:24:15: Jetzt hast du gesagt, wir sind jetzt in der Phase der Integration und auch der Verrechtlichung dieser Themen.

00:24:21: meiner Beobachtungen nach gibt es solche Kampagnen in dem Umfang eigentlich nicht mehr so schlagzeilend rechtig und dann auch so mächtig.

00:24:30: mit solchen großen Auswirkungen ist vielleicht ein bisschen eine paradoxe Frage.

00:24:35: aber fehlt euch das manchmal?

00:24:38: oder würdest du sagen, nee, das ist eben so ein historischer Abschnitt.

00:24:41: Den haben wir hinter uns gelassen und jetzt geht es sozusagen ums Feintuning.

00:24:47: der erste große Schritt ist gemacht und jetzt arbeiten wir da weiter?

00:24:52: Zumindest für uns als Unternehmen gilt das schon.

00:24:55: Unser Geschäftsmodell als solches hat sich nicht mehr wahnsinnig gewandelt seitdem.

00:24:59: Wir machen Kaffee non-food, ähnliche Produktgruppen größten Issus sind.

00:25:08: Wir haben das Thema aufgesetzt, mit dem wir sie entlang der Wertschöpfung erheben können und da strukturieren.

00:25:16: Insofern ist es für uns direkt nicht.

00:25:18: Ich beobachte aber auch, dass es weniger Sichtbarkeit gibt.

00:25:23: Daran liegt es, dass es jetzt insgesamt weniger Kampagnen und weniger Arbeit in dem Bereich gibt.

00:25:28: Oder ob's einfach auch eine Wahrnehmungsfrage ist in Zeiten in denen es wirtschaftlich nicht gut läuft und geopolitisch viel los ist

00:25:34: usw.,

00:25:34: ob die Themen dann auch einfach nicht mehr durchdringen im Moment?

00:25:37: Was ist dein Reim darauf?

00:25:38: Ich meine das ist natürlich schon ein bisschen bizarrt, dass ich jetzt sozusagen die Manager-Frage fehlt euch die Kampagne gegen Euro unternehmen!

00:25:46: Ja in der Tat habe ich vorhin auch gedacht als du sie gestellt hast aber er ist ja berechtigt neben den Gründen, die Pablo gerade genannt hatte.

00:25:56: Wir haben insgesamt in der Zeit also über die zehn Jahre wo es ja wirklich drunter und rüber gingen und die Kampagnen ja auch gestartet wurden durchgeführt worden, auch gelernt wie man miteinander und nicht gegeneinander arbeitet.

00:26:12: Also das ist wieder dieses Thema Netzwerke aufzubauen und das unterschiedliche Know-how, ob ist es der NGO?

00:26:20: Ist ja ganz wichtiges Know-How was Sie auch haben.

00:26:22: Dass der NGOs, die Gewerkschaften, der Politik und dergleichen mehr anderer Wirtschaftsunternehmen auch Wettbewerber einzubinden.

00:26:32: Und das führt natürlich für Nichtregierungsorganisationen wenn sie also bereit sind in Kooperationsmodelle einzusteigen dazu dass so ihr Klientel für Kampagnen ein bisschen geringer wird.

00:26:47: Sie konzentrieren sich dann vielleicht auf diejenigen Unternehmen in dem Fall, die weit hinterher hinken also hinter der Welle aber ganz hinter der Welle.

00:26:58: Aber auch da ist natürlich in der Wirtschaft, in der europäischen Wirtschaft und in der Weltwirtschaft sind auch Veränderungsprozesse eingetreten.

00:27:05: Wir würden jetzt spontan Pablo kein namhaftes Unternehmen, also die auch eine Marke zu verteidigen haben einfallen, die das Thema völlig außen vorlassen.

00:27:13: Also insofern ist es noch so ein bisschen Fluch und Segen für die Nicht-Regierungsorganisationen und dazu muss man allerdings aufsagen auch die sagen wir besonders Forschen, nicht Regierungsvertreter.

00:27:26: also wie auch eine Gisela Burg hat es auch mittlerweile pensioniert.

00:27:29: Auch Daten-Generationenwechsel stattgefunden und die kamen eigentlich eher noch aus der politischen Prägung.

00:27:35: Also unsere Jahrgänger aus der Politischen Prägung gehen nach auf die Straße, wir gehen nach Brockdorf protestieren gegen Atomkraftwerke

00:27:43: usw.,

00:27:45: Generationen jetzt oder die Generation sieht das möglicherweise schon eher unter dem Prinzip Kooperation, Netzwerke auch vertiefen in der Lösung von Problem.

00:27:55: Was dann natürlich auch ein geschickter Move war, strategisch sozusagen mit den NGOs, mit den Campaignern zusammenzuarbeiten die auch teilweise ins Unternehmen zu holen weil du damit natürlich auch diese klaren Fronten wir gegen die aufgeweicht hast relativ effektiv?

00:28:10: Also daran lacht mir auch ganz besonders.

00:28:16: aufzulösen, denn wenn man Fronten weiter pflegt dann kommt man nicht zu Ergebnissen und wir brauchen die NGOs.

00:28:22: Wir brauchen auch die Gewerkschaften insgesamt um Lösungen zu finden für wahnsinnig komplexe Thematiken, also insbesondere in der Lieferkette und das endet ja nicht bankkonfektionär.

00:28:32: Also da wo die Textilien genäht werden sondern es geht ja in die komplette Kette runter bis zum Baumwoll-Ursprung Ja?

00:28:40: Und unter dem Gesichtswung nein finde ich das ganz gut.

00:28:42: auf der anderen Seite ist es so vielleicht dass man noch einflächen darf.

00:28:46: auch das hat mit der Detox Kampagne zu tun.

00:28:52: Manchmal redet auch man aneinander vorbei und zwar fachlich.

00:28:56: Also bei Detox war es so, die kamen mit den Katalogen der Textie-Chemikalien besonders besorgniserregend dann in Überwachung untergleichen mehr und ehrlicherweise ich bin Jurist und Kommunikator Manager aber ich bin kein Chemiker und das war das erste als wir die Kampagne hatten an diesem Tag, als sie startete.

00:29:19: Ich habe ins Haus gerufen und hab gesagt, ich brauch ein Chemiker.

00:29:22: Ich muss auf gleicher Wellenlinge mit denen

00:29:24: reden.".

00:29:25: Und es gab nicht einen Chemiker hier im Unternehmen.

00:29:29: Dann habe ich mir eine Chemikerin ausgeliehen die ich kannte.

00:29:33: Die ist auch mittlerweile hier oder ist immer noch im Unternehmen also Annett.

00:29:40: Und sie hat mir mit sehr einfachen Worten mal erklärt was die überhaupt... wollen und um welche Chemikalien es in welchem Produktbestandteil überhaupt geht bei den Textilen.

00:29:54: Und damit konnte ich, das war alles innerhalb von achtundvierzig Stunden, dann beurteilen ist das Risiko was sich mit dem Detox-Commitment, der Unterschrift ist ja auch viel Geld.

00:30:06: Ist das Commitment dieses Risiko?

00:30:09: Ist das kalkulierbar?

00:30:11: Das hatte ich ja vorhin von gesprochen.

00:30:13: Oder ist es jetzt wirklich ein völlig unvernünftiger Schritt, den ich da mache?

00:30:16: Auch die Verpflichtung des Unternehmens hier auch finanziell in die Bötze gehen.

00:30:21: Ich vermute das ist was, was es heute noch genauso gibt dass du im Bereich in Sachgebiete vorstößt gezwungenermaßen von denen du einfach gar keinen Dunst hast, aber natürlich das Vokabular und die Sachkenntnis in binnenkürzer Zeit haben musst um auf Flughöhe mit den anderen Stake-Holern zu sprechen.

00:30:39: Gibt es vielleicht ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit wo du dachtest, da brauche ich jetzt nochmal einen Crash-Kurs?

00:30:45: Ja, es gibt immer wieder neue Themen, die aufkommen und bei mir war's zum Beispiel das Thema Biodiversität oder so ein schöner Begriff wie Living Income

00:30:56: Ich würde jetzt mal über einen Daumen übersetzen mit Lebensunterhalt Einkommen.

00:31:02: Und was heißt das dann aber ganz genau?

00:31:05: Also du willst es dann aufgetröselt wissen in verschiedenen Posten?

00:31:08: Naja, die Frage an der sich das zum Beispiel entzündet sind die Löhne in Fabriken oder das Familien-Einkommen einer Kaffeefarm und welchen Beitrag dann ein Unternehmen wie Chibo leisten sollte oder muss bei der Schaffung dieses Einkommens.

00:31:30: Wir mussten erst mal wirklich auch in Zusammenarbeit mit den Regierungsorganisationen aufdröseln, woraus setzt sich eigentlich ein Familieneinkommen einer Kaffeepfam zusammen?

00:31:41: Weil die normalerweise nicht nur Kaffee anbauen und dann haben sie noch Nebenein kommen.

00:31:44: Die Farben sind normalerweise sehr klein aber die Familie ist jetzt groß.

00:31:47: das heißt ja noch andere Tätigkeiten, die sie durch an die Bauern nehmen Kaffees noch Dinge für den eigenen Konsum an Und wie jede Familie brauchen sie aber auch irgendwie Notgroschen, wenn es mal eine Krankheit gibt oder einen Schulbesuch zu finanzieren usw.

00:32:06: Das heißt man hat dann auf der einen Seite wozu brauche ich Einkommen und woraus setzt sich das zusammen?

00:32:11: Dann gibt es einen Beitrag und das ist da wo wir unsere Verbindung haben, dass ist der Kaffee den wir einkaufen.

00:32:19: und dann ist die Frage nach Einkaufspraktiken, wie wirken die sich auf diese Preise aus?

00:32:25: Wie ist die Internet, wie ist die Kaffeepreisgestaltung?

00:32:29: Das war für mich total neu.

00:32:31: Wie wird Kaffee tatsächlich eingekauft?

00:32:34: Wie setzen sich die Preise zusammen?

00:32:36: Es gibt den Börsenpreis, es gibt Qualitätsaufschläge oder Abschläge auf dem Kaffe und so weiter... Und aus diesem ganzen Wust dann zu definieren was eigentlich unsere Rolle.

00:32:49: Okay.

00:32:49: Wobei können wir unterstützen?

00:32:51: und das ist tatsächlich also wirklich nur ein einziges Thema von vielen, an dem wir arbeiten wo man eigentlich eine eigene Doktorarbeitur schreiben kann.

00:33:00: Ja so richtige Tiefenbohrungen dann rein in den jeweiligen Zusammenhang.

00:33:04: jetzt bedanke ich mich auch sehr dass du den Kaffee grad schon so schön anmoderiert hast weil ich natürlich auch über das Kernprodukt von Chibo mit euch sprechen möchte.

00:33:12: Ich habe es ja eben schon angedeutet Du bist eingestiegen in die Siegel, Vertrade hatte ich vorhin beispielsweise genannt.

00:33:19: Du Pablo bist inzwischen wieder ausgestiegen?

00:33:22: Das kann dir nicht schmecken oder?

00:33:26: So lange der Kaffee hier schmeckt und das ist ja hervorragend!

00:33:31: Ja aber wenn du jetzt von Chibo Kaffeekaufst findest du die Siegel, die du mal drauf gebracht hast, nicht mehr?

00:33:39: Da hätt ich es so mal wie ein... normaler Manager, sich sagt man immer die Zukunft der Vergangenheit ist die Gegenwart eigentlich momentan aber es dann auch schon wieder die Vergangenheiten.

00:33:54: Das geht ja alles unglaublich schnell ineinander über.

00:33:58: soll heißen Die Entscheidungen sind in dem in der Situation zu treffen in der sie getroffen werden.

00:34:05: und zehn Jahre später du Pablo Duas von hier auch gesagt da haben sich möglicherweise Umstände geändert, haben sich Rahmendaten geändert.

00:34:14: Es sind neue Themen dazugekommen und dann ist eine einmal getroffene Entscheidung zum Beispiel eine Sigelage aufzugeben.

00:34:22: also Sigelagen nennt man das hier, wo ich behauptet es so.

00:34:25: Eine Sigelange aufzugehen auf den Verpackungen ist dann sicherlich auch eine gut verteidigungsfähige.

00:34:32: Ich persönlich sage ganz ehrlich jetzt nicht getan Weil man kann als Handelsunternehmen, kann man nicht alle selber machen.

00:34:40: Das heißt, man braucht Netzwerkpartner und die Siegel-Organisationen, ob es Rainforest Lines oder Fairtrade ist.

00:34:47: Die haben ja auch ein großes Backup das man nutzen kann.

00:34:52: Jetzt kann man das back up wenn sie nicht zu sauer sind dass die Lizenzgebühren vielleicht auch nicht mehr bekommen.

00:34:57: Kann man sie trotzdem einbinden und das nach hau weiterhin einbinde.

00:35:00: Das würde ich auf jeden Fall tun denn die haben über die Jahre wahnsinnig noch aufgebaut.

00:35:05: aber Als etabliertes Siegel mit einer wahnsinnigen Vertrauensbrücke zum Endverbraucher, zu unseren Kundendinnen und Kunden dienen auch die Siegel.

00:35:17: Was war denn dein Reim darauf als du das mitbekommen hast?

00:35:20: Wieso macht er das?

00:35:22: Ja ich bin ja treuer Privatcafé-Tränker und habe irgendwann gesagt wo ist der Frosch geblieben?

00:35:29: Das hat mir keiner gesagt!

00:35:31: Ich habe mich dann aber erkundigt und ich verfolge auch das Programm weiter, weil es mich interessiert.

00:35:37: Und das hatte mich dann in dem Moment schon überrascht und ich habe mich dann erkundigt, was die Beweggründe dann am Ende gewesen sind.

00:35:44: Ich glaube eine Mischung zwischen dem, was ihr mit Coffee to Stay macht heute also in Fortsetzung, Fortführung und auch Verfeinerung des Shibu Joint Forces Café Farmer Projektes finde ich das ganz super um das zu flankieren mit den Siegelorganisationen Auch Fairtrade, ich denke sehr an Fairtrades.

00:36:07: Mit oder ohne Siegel ist mir dann egal, aber Hauptsache sie werden eingebunden.

00:36:11: Also jetzt hat Achim schon gesagt diese Siegel genießen, genossen, genießen auch noch ein hohes Maß an Vertrauen bei den Kundinnen und Kunden im Sinne von dieses Produkt ist nachhaltig.

00:36:22: das kann ich guten Gewissens kaufen.

00:36:24: Du hast gesagt ne wir kassieren das einen.

00:36:26: Dann erklär doch mal bitte deinem Vorvorgänger Den Zuschauerinnen, den Zuhörern und mir wieso sind diese Siegeln nicht mehr da?

00:36:36: Lass mich da einmal ein klein bisschen ausholen dann.

00:36:39: Als ich hier gestartet bin bei Chibo hatten wir ungefähr ... ... zwanzig Prozent von dem Kaffee, den wir verkaufen war gesiegelter Kaffees und die Frage, die mir gestellt wurde ist so wie kommst du jetzt auf hundert Prozent nachhaltigen Kaffe?

00:36:53: Wie auch immer du das dann definierst am Ende.

00:36:58: Und die Siegel haben eine Wirkung Richtung Konsumenten auch ein Wert, weil sie ähnlich wie eine Kampagne dafür gesorgt haben das bestimmte Themen überhaupt bekannt sind.

00:37:15: Sie geben den Unternehmen eine gewisse Sicherheit innerhalb eines Systems kaufen zu können.

00:37:20: Sie haben aber auch ihre Limitierung in der Wirkung und in der Transparenz für uns als Unternehmen.

00:37:25: was passiert eigentlich tatsächlich in den Lieferketten?

00:37:27: Weil ich kauf als Unternehmen dann den Kaffee aus einem Siegelsystem und kriege sozusagen ein Stempel von der Momentaufnahme, als in Ordnung gemacht wurde.

00:37:36: So ist jetzt gerade die Situation.

00:37:39: Fairtrade hat noch andere Komponenten, Preis, Prämien

00:37:43: usw.,

00:37:43: aber sie stellen erstmal Anforderungen an die Farmer.

00:37:48: Die müssen sie umsetzen.

00:37:49: Und wenn Sie über diese Hürde springen können, dann können sie Teil des Systems sein.

00:37:55: Ich habe mich gefragt, gibt es nicht bessere Ansätze, indem wir gezielt sagen können... Wie ist die Situation tatsächlich vor Ort?

00:38:04: Für uns Transparenz schaffen in den einzelnen Einkaufsregionen auch Glaubwürdigkeit reinbringen mit einer Drittpartei wie eine Siegelorganisation, die uns dabei hilft das zu schaffen und unsere Mittel gezielter einzusetzen.

00:38:19: Weil auch die Kosten für gesiegelten Kaffee, was die Lizenzgebühren angesprochen haben, die Ordensysteme

00:38:28: usw.,

00:38:30: Kosten für die Partner in der Lieferkette und auch für uns bedeuten.

00:38:34: Wo wir uns gefragt haben, gibt es dann noch effizientere Wege den Euro anders in der Lieferkette einzusetzen?

00:38:40: So ist die Idee aus dem Kaffee-Programm entstanden.

00:38:46: Wir haben damals einen Partner gefunden, der weltweit jedes Jahr hunderttausende Interviews mit Farmern führt, der tatsächlich diese Daten zur Verfügung stellen kann.

00:38:56: Und wir haben gesagt, wir können eigentlich als Großunternehmen nicht Die Anforderungen in die Lieferkette gießen und sagen, wir überprüfen es dann.

00:39:04: Und dann dürft ihr an uns liefern?

00:39:05: Sondern haben gesagt eigentlich... ...die Glaubwürdigkeit entsteht doch dann wenn wir sagen Wir haben ein Commitment, wir investieren und ihr überprüft ob das was wir behaupten auch tatsächlich passiert.

00:39:16: Das ist das wie bei unser Programm strukturiert haben.

00:39:19: Überzeugt dich das Achim?

00:39:21: Mich überzeugt alles!

00:39:25: Du würdest auch sagen, wenn's nicht so wäre

00:39:30: wenn es, was nicht wäre.

00:39:31: Wenn's

00:39:31: dich nicht überzeugen würde?

00:39:32: Würde ich sagen ja, würd' ich sagen.

00:39:34: also ich bin ein ehrlicher Mensch.

00:39:37: mich überzeugt alles was dazu beiträgt.

00:39:40: an Programmen hier im Unternehmen oder auch im Sektor insgesamt ist da nicht nur ein Skibothema sondern ein Sektorthema.

00:39:47: sich überzeugt Alles was dazu führt Umwelt und soziale Verantwortung Menschenrechte und vor allem das ist ganz wichtig bei Kleinbauern denn wir arbeiten ja hier mit Kleinmauern zwei bis drei Hektar Land aus der Armutschleife rauszubekommen.

00:40:03: Die verdienen ja gerade mal so viel mit ihrem kleinbäuerlichen Anbau, gerade auch wenn die Kaffeepreise am Boden liegen, jetzt sind sie ja hoch, verdienen Sie ja grade so viel das überleben.

00:40:18: Mit Ihren Nebenerwerben, die Sie dann noch haben und die Kleinformen, die ich kennengelernt habe – ich finde es so bewundernswert!

00:40:24: Ich bin ja viel auch im Kaffeeanbau gewesen.

00:40:28: motiviert, die sind alle begeistert.

00:40:30: Das ist alles schlecht was man da vor Ort findet und ich rede jetzt nicht von den Fingers zum Beispiel in Guatemala oder von den großen Plantaten im Brasilien oder Vietnam.

00:40:40: Die stehen alle mit Herz zu ihrem Geschäft was sie da haben.

00:40:45: aber das ist das Schlimmste.

00:40:46: was passiert wenn wir die Millionen von kleinen Kaffeefarmen auf dieser Welt im Gürtel und um die im Kaffeegürteln?

00:40:55: werden wir die verlieren?

00:40:58: Kaffee wird es immer geben, schätze ich mal einmal.

00:41:01: Wenn eine verstärkte Druck durch Plantagen auf Umwelt, auf Klima und der gleichmäßig sehr industriell eher das Anderes handwerklich passiert, dass tut auch insgesamt der Umweltdiskussion nicht gut.

00:41:17: Also insofern alles was dazu führt die Kleinkafrika Farmer an die Hand zu nehmen mit oder ohne Segel nochmal, aber mit den Partnern die sich vertreten unterstütze ich voll.

00:41:30: Ich würde gerne Achim nochmal eine Sache von dir zitieren, die ich gefunden habe aus dem Jahr zwei tausende und achtzehn.

00:41:36: Da hast du ein Ziel definiert und gesagt bis zweitausendfünfundzwanzig wollen wir nur noch nachhaltig angebaute Cafés in unseren Sortimenten haben.

00:41:46: Wir sprechen nachher nochmal über Ziele, die erreicht oder verfehlt wurden?

00:41:50: Ich glaube das wäre dann eins aus dem Bereich verfehlte denn ich hab wiederum von dir Pablo die Aussage zum aktuellen Programm Coffee to Stay.

00:42:00: die Wiese ausgegeben, bis im August und wir sprechen hier im August.

00:42:06: Soll der gesamte Rocafe verantwortungsvoll eingekauft werden?

00:42:12: Aktuell steht Chibo bei siebenzwanzig Prozent also bei einem knappen Drittel ist Verantwortung voll was anderes als nachhaltig.

00:42:21: Woher kommt das neue Worlding?

00:42:24: Das liegt an dem anderen Ansatz, den wir fahren, dass wir nicht die Farmer überprüfen, ob sie bestimmte Standards einhalten und man uns zu liefern.

00:42:34: Sondern überprüpen, ob unser Programm tatsächlich stattfindet und wirkt auch in der Größenordnung, die unseren Kaffee einkaufen entspricht.

00:42:43: Deswegen beandere Begrifflichkeit.

00:42:49: Wir haben ja aus dieser Welt mit zwanzig Prozent gesiegelten Cafés und haben festgestellt, dass groß die Realität der Kaffeefarmer ist.

00:42:58: im Wesentlichen aber keine organisierte kooperative Kleinfarmastrukturen, die du schon erwähnt hast.

00:43:06: Da ist gar nicht so beaufsetzten können für eine Zertifizierung oder anders gesagt wir müssten einen sehr großen Aufwand betreiben um überhaupt Gruppen zu bilden, die dann zertifiziert fähig wären.

00:43:19: und wir haben gesagt wir gehen den pragmatischen Weg dafür und investieren direkt.

00:43:25: deswegen die Änderungen der Begrifflichkeit die notwendige Anpassung der Ziele, denn so ein Programm mit Zehntausenden von Fahrern baut sich nicht von einem Tag aufeinander auf.

00:43:38: Wir müssen Kontakte herstellen in den Einkaufsregionen, gute Partner identifizieren, Programme strukturieren, Strukturen aufbauen, die dann zu Fahrmann fahren, trainieren, Demo-Farmen aufbauten für gute Anbrutpraktiken und so weiter.

00:43:56: Das heißt ... Da setzen wir langfristige Prozesse in den Gang, die wir nicht von einem Tag auf dem anderen umsetzen können.

00:44:03: Von dem wir aber glauben dass sie langfristig wirken werden.

00:44:08: Du hast vorhin gesagt, dass das Nachhaltigkeitsmanagement im Café jetzt sozusagen datafiziert ist.

00:44:14: Dass es eben die Zeit in der so gearbeitet wird.

00:44:18: alle mit Daten arbeiten wissen da kommt auf die Datengrundlage an was das was reingibst definiert was rauskommt.

00:44:26: wie umfassend kann design gerade bei der angesprochenen kleinbäuerlichen Struktur werden?

00:44:31: zwar hin diese Frage wir können dann nicht Stunden Transparenz gewährleisten in den Fabriken.

00:44:38: Wie sehr könnt ihr das auf der Datenbasis?

00:44:41: Wir haben heute im Vergleich jetzt zum Beispiel zu einem Auditsystem, im Rahmen einer Zertifizierung sehr viel mehr Farm Interviews in den gleichen Regionen.

00:44:51: Das heißt die Stichproben mit denen wir heute arbeiten sind sehr viel größer als eine Zertifikierungsorganisation nutzt für die Daten.

00:44:58: also wir haben da einen großen Sprung gemacht.

00:45:01: Die Organisationen mit der wir arbeiten führt so im Jahr hundertfünfzigtausend Interviews, Farmbegehungen durch.

00:45:08: Das ist eine sehr große Menge und schneidet dann noch die Stichproben so zu wenn unsere Programme laufen dass sie auch wirklich signifikante Stich Proben aus unseren Programmen erfasst.

00:45:17: also da haben wir das bestmögliche was es gibt.

00:45:21: zusätzlich wird Technologie eingesetzt wie Satellitentechnologie um Entwaldungsrisiken und ähnliches auch mit zu erfassen und das in Gesamtpaket schafft die besten mögliche Transparenz.

00:45:34: Wenn ich Kaffeebäuerin wäre, dann würde ich wahrscheinlich sowohl in dem einen System der Siegel wie auch jetzt im neuen von euch aufgesetzt nicht angeben weil ich weiß das ist die unerwünschte Antwort.

00:45:46: Ich setze Pestizide ein und meine Kinder müssen auch mitmachen.

00:45:50: Genau da besteht der große Unterschied.

00:45:54: Die Teilnahme an den Interviews in unserem System ist freiwillig.

00:45:59: Trotzdem

00:46:00: weiß ich, die Antwort ist unerwünscht.

00:46:03: Die Farmerinnen und Farmer kriegen kommuniziert wenn angeklopft wird was eigentlich das Ziel dieses Interviews ist.

00:46:09: Das Ziel dieses interviews ist es die großen Kaffee Röster darüber zu informieren was eigentlich die Situation ist und entsprechend dann Programme zu strukturieren also Farmer dabei bei den Verbesserungen zu unterstützen.

00:46:21: Und die Farmer haben keinen Grund, die Dinge zu verstecken.

00:46:27: Denn sie können nicht aus unserem System rausfliegen im Rahmen einer Zertifizierung.

00:46:31: wenn ich verboten mit Pestizide einsetze und Ich bin die Farben, die in dem jeweiligen Ordent etwas tut was nach dem Ordentstandard verboten ist dann bin ich dafür verantwortlich dass der Rest der Gruppe zumindest vorübergehend bis diese Dinger abgestellt sind Die Zertifikierung verliert.

00:46:47: das kann in unserem system nicht passieren.

00:46:49: Das heißt wir kriegen sehr wohl sehr transparente Daten dazu wie die tatsächliche Situation ist.

00:46:55: Und aus der Arbeit, die Achim und Team früher im Chibo Joint Forces Programm gemacht haben, haben wir ja schon ein Gefühl für die Issues.

00:47:06: Im Rahmen unserer Überprüfung wollen wir eigentlich mit so einem Partner arbeiten.

00:47:09: Wollen wir das umstellen?

00:47:10: Haben wir natürlich Tests gemacht und gecheckt entsprechend die Daten, die wir von diesen Partner bekommen – eigentlich dem was wir auch erwarten würden aus den Regionen.

00:47:21: Das ist schon so!

00:47:23: vielleicht nicht perfekt, aber das Beste was wir haben können und schaffen eben schon sehr viel mehr Transparenz.

00:47:29: Also da stelle ich mich sehr firm auf, dass es wirklich sehr gut ist.

00:47:34: Und am Ende ist auch nie ein Thema gewesen Wir wollen das eine gegen das andere ausspielen weil die Frage dann von dem Wechsel... ...von einer Zertifizierung zum eigenen Programm war dann ja nur die Frage Wenn wir jetzt glauben, dass das System was wir hier gerade aufsetzen funktioniert.

00:47:56: Wir wollen ja Verbesserungen in den Lieferketten erzielen und das auf eine andere Art schafft, als die Zertifizierung.

00:48:04: Warum wollen wir drei verschiedene Systeme nebeneinander weiterlaufen lassen?

00:48:08: Wollen wir dann nicht so konsequent sein und sagen, wir rollen es eben für alles aus was wir machen?

00:48:13: Das ist die Entscheidung gewesen!

00:48:15: Und wir arbeiten ja weiterhin tatsächlich mit den Organisationen zusammen.

00:48:19: Was das erwähnt sollte man tun finden wir auch.

00:48:23: Wir arbeiten zum Teil in Projekten zusammen.

00:48:26: Wir sind sehr regelmäßig im Austausch und wir sind auch nach wie vor über die Lieferkettenarbeit miteinander verbunden, weil es auch einen Eingeschäftssegment gibt, Hotelerie

00:48:36: usw.,

00:48:39: wo wir weiter mit gesiegelten Produkten arbeiten.

00:48:41: Insofern haben wir da gar keinen Schnitt gemacht oder ähnliches, sondern arbeiten jetzt anders weiter

00:48:48: zusammen.".

00:48:51: übergeordnet auf unser Thema gucken.

00:48:54: Also nicht nur zwanzig Jahre Nachhaltigkeit im Unternehmen, sondern das große Ganze von ein paar Jahren noch ist es nicht lange her waren Unternehmensberater der Ansicht nachhaltigkeit.

00:49:04: Das ist der Megatrend.

00:49:06: also dass überbrückt alle Geschäftsbereiche, das ist richtig fett.

00:49:10: auch in der Politik wurde das vertreten.

00:49:12: ich zitiere mal aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung aus dem Mai.

00:49:21: unter Gerd Müller, CSU.

00:49:23: Zitat das einundzwanzigste Jahrhundert wird das Jahrhunderte Nachhaltigkeit.

00:49:28: er führt dann da auch weiter aus.

00:49:30: viele Verbraucher werden bereit mehr zu zahlen für nachhaltig produzierte Waren.

00:49:35: Er bringt dann noch viel auf den Weg Den grünen Knopf.

00:49:38: dass inzwischen doch wieder recht weitgehend eingedampfte Lieferkettengesetz von dem wir auch jüngst lasen Das ist ohnehin nicht richtig nachgehalten wird.

00:49:46: aber all das initiiert Du hast schon angesprochen, die geopolitischen Verwerfungen, die Krisen und Kriege.

00:49:54: ein paar Jahre später wissen wir das stimmt so nicht.

00:49:57: Und auch in Umfragen stellen wir immer wieder fest Kundinnen und Kunden geben gerne an ja mir sind soziologische mehr sind ökologische Themen ist Nachhaltigkeit wichtig.

00:50:08: An der Kasse haben sie das aber dann wieder vergessen.

00:50:11: Sind es gerade schlechte Zeiten für das Thema dass ihr bewirtschaftet?

00:50:16: Wenn man sich insgesamt den öffentlichen Diskurs anguckt, muss man sagen ja es gibt Pushbacks auf dem Thema.

00:50:26: Ich glaube aber für uns ist das auch ein guter Moment sich einfach nochmal neu zu sortieren.

00:50:33: In der Vergangenheit sind Dinge auch korportiert worden die so nicht stimmen.

00:50:38: ich glaube dieses Say Do Gap was du gerade erwähnt hast also mir als Verbraucher Wahnsinnig wichtig, dass ein Unternehmen wie Chibo verantwortungsvoll handelt.

00:50:47: Das war vor zwanzig Jahren genauso wie heute der Fall und es gab vor zwzig Jahren wie heute genau so viel oder wenig Bereitschaft dafür extra zu zahlen.

00:50:58: Die Menschen verlangen zu Recht die Unternehmen haben sich vernünftig zu benehmen in ihrem Einflussbereich vernünftige Arbeit zu leisten.

00:51:09: Da wurden glaube ich auch zum Teil Luftschlasser gebaut.

00:51:14: zukünftig wollen alle nur noch nachhaltig und sind auch bereit dafür mehr zu bezahlen, das war glaube ich nie richtig.

00:51:23: Und gleichzeitig sehen wir auch dass sich diese Werte ja ein bisschen verschoben haben.

00:51:33: ist es mir bei meiner Kaufentscheidung wichtig, dass das Unternehmen nachhaltiger oder das Produkt?

00:51:37: da gibt's mal ein paar Verschiebungen nach oben.

00:51:42: Da ist aber, glaube ich auch das was im öffentlichen Diskurs läuft und wie die tatsächliche Wahrnehmung der Konsumenten ist.

00:51:47: Die hat sich gar nicht verschoben.

00:51:50: Es wird heutzutage vielleicht etwas mehr oder zurzeit etwas mehr darauf geachtet.

00:51:56: what's in for me also die Frage gesundheitliche Benefits durch Bio oder Chemikalien in Unterwäsche oder ähnliche Themen, wo ich mich dann als Konsumentärfrage so ist.

00:52:09: Ist das für mich jetzt gut?

00:52:11: Als die globale Dimension ist es jetzt gut gegen den Klimawandel, was ich hier kaufe oder sich über Menschenrechte in Bangladesch Gedanken zu machen.

00:52:22: Ich glaube die Themen sind tatsächlich aufgrund der wirtschaftlichen politischen Situation etwas weiter weg.

00:52:27: aber das Thema ist nicht weg.

00:52:28: Es hat ein paar Verschiebungen gegeben und wenn wir jetzt mal wirklich auf unser Unternehmen gucken und das meine ich mit Neusortierung es ist durch Kampagnen gekommen Das sind unsere großen Risiken für die nächsten Jahrzehnte als Kaffeeunternehmen.

00:52:45: Eins der großen Risik ist der Klimawandel und die Auswirkungen, wie der Klima-Wandel auf den Kaffeenanbau hat.

00:52:52: Die hohen und niedrigen Kaffeepreise, diese großen Schwankungen, die wir sehen, kommen vom Wetter und vom Klimawandel.

00:52:59: Und sie werden sich noch verstärken dieser Verwerfung.

00:53:02: Insofern ist es auch absolutes Geschäftsinteresse für die Unternehmen weiter, sich um Nachhaltigkeitsthemen zu kümmern.

00:53:08: Es gibt vielleicht eine etwas... größere Fokussierung, Feinjustierung eine bessere Ausrichtung an dem was ich als Unternehmen mache.

00:53:16: Ich werde als Airline vielleicht nicht mehr in Eisbärenprojekte am Nordbrüll investieren sondern eben schauen wirklich wie sieht es um meine Rohstoffe der Zukunft aus und mein Geschäftsmodell der Zukunft und welche Rolle habe ich da als Unternehmen?

00:53:31: Das ist ein bisschen anders aber nicht wirklich schlecht!

00:53:34: Ich würde mich sagen dass das eine schlechte Phase ist.

00:53:37: Wie würdest du sagen, während zeitgemäßer Umgang mit diesem?

00:53:41: Wir haben andere Sorgen.

00:53:43: oder wie Pablo sagt?

00:53:44: What's in for me.

00:53:46: Wie kann man?

00:53:46: Zwei tausend sechsten zwanzig diese Nachhaltigkeitsthemen bearbeiten wenn rundherum so viel los ist?

00:53:55: also ich denke also erst mal kann ich das vollkommen unterstützen was Pablo gerade gesagt hat.

00:53:59: Ich hätte auch nichts hinzuzufügen.

00:54:02: ehrlicherweise wäre auch genau meine Sichtweise auf die Dinge insbesondere Ich glaube, die Themen so anzugehen wie sie uns jetzt als Unternehmen erst mal berühren.

00:54:16: Der Kunde ist das Wichtigste was wir haben oder die Kundinnen und Kunden das Wichtigste was Wir haben neben den Mitarbeitern.

00:54:23: aber ich gucke als Manager erstmal aufs eigene Unternehmen Und Die ganzen Herausforderungen die wir insbesondere Auf Den beiden wichtigsten Rohstoffen die wir hier verarbeitet sind immer wieder mal klarmachen der Kaffee und die Baumwolle.

00:54:39: Das sind die beiden wichtigsten Rohstoffe, die wir haben und die Sicherung der langfristigen Verfügbarkeit dieser Rohstoffen.

00:54:49: Möglichst in einer ökologischen und sozialverträglichen Form produziert ist auch eine Frage des langfristigen Übernehmens dieses Unternehmems.

00:54:59: oder die Eigentümerfamilie muss sich entscheiden, naja Kaffee und Taxi können wir jetzt nicht mehr machen.

00:55:04: Aber wir haben eine weitere gute Idee und machen einen anderen Geschäftsgegen.

00:55:08: Ich verstehe

00:55:08: vollkommen dass du sagst das sind unsere Kernrohstoffe.

00:55:12: um die geht es uns als Unternehmen.

00:55:14: aber wenn die Kunden nicht mehr hören wollen das ist jetzt bedroht Dann

00:55:21: ist das eine aufgedrängte Bereicherung.

00:55:23: Ich komme ja aus der Juristerei und die Juristen wissen, was das ist.

00:55:27: dann kann ich den Kunden leider auch nicht fragen denn er kriegt dass tatsächlich auch als Benefit auf das Produkt oben drauf in unserem Interesse und natürlich auch soweit es ökologische sozial verträgliche Produkte sind im Interesse des Kunden.

00:55:43: ansonsten fragen wir natürlich immer Und immer wieder unsere Kunden, was erwartet ihr von unserem Unternehmen?

00:55:48: Das ist ja auch ein guter Teil eines begeisternden Umgangsmitkunden und Kunden.

00:55:55: Was die Preis-Preisbereitschaft hier anbelangt... Ich habe schon vor mittlerweile dann ja auch zwanzig Jahren hier im Hause gesagt verlassen euch nicht darauf dass wir auch einen müden Cent mit nachhaltigen Produkten mehr verdienen.

00:56:13: Natürlich war das die große Erwartung.

00:56:14: Abig werden die Kampagnen los und wie?

00:56:17: Wir machen jetzt ordentlich noch mal Zusatzuntersatz, und da investieren wir jetzt auch kräftig Geld.

00:56:20: Habe ich immer vorgewandt.

00:56:21: Ich hatte fünfzehn Jahre Otto-Erfahrungen.

00:56:23: Da wusste ich ja, dass man darauf nicht zählen kann vielleicht bei den Kunden, die nachhaltig überzeugt sind dies verlangen, dies wollen Pablo, du hattest es gerade gesagt bei Sachen die meine Gesundheit berühren.

00:56:36: Da bin ich auch bereit dann den Cent mehr auszugeben oder diesen Cent oder wie auch immer.

00:56:42: Das heißt Nachhaltigkeit verkauft nicht?

00:56:44: Ist kein Verkaufsmoment.

00:56:45: Ich muss.

00:56:46: nachhaltig ist ein Thema was aus dieser Welt mit dem ganzen Klimaverwärmung und den Umweltproblemen die wir haben mit den ganzen sozialen Problem in einer globalisierten Welt gar nicht mehr wegzudenken ist.

00:57:00: Es ist, was ich immer vertreten habe ein integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns.

00:57:06: es ist ein integraler Bestandteil auch des Kaufverhaltens eines Kunden.

00:57:10: der braucht aber die Angebote der Unternehmen dass er das machen kann.

00:57:14: aber ich muss nicht erwarten Riesenpreiseschläge in Kauf nimmt.

00:57:22: Vielleicht eins nochmal, ich betrachte das eben gerne auch aus der unternehmerischen Sicht.

00:57:26: Ich bin Kaufmann und keine NGO.

00:57:29: Und die Frage, die ich seinerzeit hier diskutiert habe war dann irgendwann auch mal Gott bei diesen riesen Budgets, die wir da jetzt investieren können Wir uns das leisten als Unternehmen.

00:57:42: Das sind Millionen, die wir hier investiert haben und wo die Eigentümerfamilie bereit war das auch zu investieren.

00:57:48: Jetzt nicht wegen einer Kampagne sondern weil sie auch verstanden haben dass Unternehmen war vielleicht nicht so richtig auf der richtigen Spur.

00:57:55: Und meine Frage ist nicht kann sich das Unternehmen des leisten?

00:57:59: Sondern können sich Unternehmen generell es überhaupt noch leistend nicht zu investiern in das Thema?

00:58:04: Sie sind irgendwann weg vom Markt.

00:58:07: Vielleicht darf ich noch einen Punkt doch mal ergänzen bei der Frage Nachhaltigkeit als Verkaufsargument.

00:58:14: Es ist eben tatsächlich so, dass es ein paar Dinge gibt die die Amp-Produkt wirklich auch nochmal so'n kleinen Stubbsal geben können.

00:58:24: Gesundheitsbenefitsbio oder ähnliches...

00:58:29: Insofern ist

00:58:31: Nachhaltigkeiten selten das Verkaufen Argument in dem Moment, in dem ich den Kaufimpuls habe.

00:58:37: Wenn ich aber in den Supermarkt gehe und kauf mir meinen Kaffee, dann werde ich mit drei oder vier Marken im Kopf gehen.

00:58:47: Um diesen Set an dreivier Marken zu sein, da spielt das Thema doch wieder eine Rolle.

00:58:53: Weil die Menschen schon einer Marke vertrauen wollen.

00:58:57: Lebensmittel sind Vertrauensgüter und sie wollen wissen, dass ich kaufen kann bei einem vernünftigen Unternehmen ein.

00:59:03: Und auf der Dimension ist es total wichtig, für eine Seite keine Skandale zu haben und keine Kampagnen.

00:59:09: Aber eben auch glaubhaft an die Verbesserungen und an die Zukunftssicherung zu arbeiten.

00:59:14: Da ist unser Versprechen.

00:59:15: wir investieren in ein Programm in viele Ursprungsländer versuchen den Kaffeeanbau zu erhalten wirtschaftlich voranzutreiben und damit auch langfristig für euch liebe Kunden dem guten Kaffee zu sichern.

00:59:28: Und da kommt das zusammen, spielt es eine Rolle auf der Verpackung?

00:59:31: Nein überhaupt nicht!

00:59:32: Das ist aber trotzdem ein wichtiges Thema für die Marke und für die Stärkung der Bindung gerade der Kunden, die heute auch schon bei uns einkaufen, dass sie bei uns bleiben.

00:59:41: Dann lass uns noch mal auf ein paar andere Programme schauen.

00:59:43: Es gibt inzwischen einen Refurbish-Programm für Kaffee voll, Automaten bei Chibo es gibt ein Reparaturprogramm für Kleidung.

00:59:51: alles gut und richtig.

00:59:53: Alles sinnvoll wer sollte da widersprechen?

00:59:55: aber wenn jetzt alle anfangen ihre Hosen reparieren zu lassen wir sitzen hier im Musterverkauf Wir sind umgeben von Produkten aus Baumwolle unter anderem aus Hosen von Hosen Wenn jetzt alle anfang die repariert zu lassen dann verkauft ihr keine neuen mehr.

01:00:09: also was Achim gerade formulierte erst Kaufmann und nicht NGO.

01:00:14: Das kommt sich schon manchmal ins Gehege, oder?

01:00:17: Ich würde sagen bei einer Hose ist es jetzt erstmal nur eine Verlängerung der Lebensdauer von dieser Hose und irgendwann ist sie trotzdem aufgebraucht und das ist eine zusätzliche Dienstleistung.

01:00:28: Zirkuläre Geschäftsmodelle dann kommen wir wieder zum Kaufmann sind Geschäfts-Modelle.

01:00:34: Das heißt, auch eine aufbereitete Maschine wird wieder verkauft.

01:00:40: Es ist nur ein etwas anderer Art des Geschäfte machend und verbindet dann eben bei diesen beiden Beispielen ökologische und geschäftliche Fragen.

01:00:53: die diese Modelle werden nur langfristig fortgeführt sofern sie auch angenommen werden und solange Sie sich tragen.

01:01:00: das bleiben nämlich zirkuläre Geschäftsmodelle.

01:01:03: Dann lasst mich es noch ein bisschen abstrakter fragen, wie nachhaltig kann denn Unternehmen überhaupt sein Wirtschaften mit seinen Geschäftsmodellen?

01:01:13: Wenn's die Grenzen des Wachstums ernst nimmt.

01:01:17: Da kommen wir jetzt in einen Bereich wo ich auch sage Grenzen das Wachstooms.

01:01:21: Das ist ein Punkt den wenn man uns von den ersten Berichten zu Grenzen des Wachstums zum zweiten, zum dritten durcharbeiten.

01:01:31: Also

01:01:32: vom Club of Rome?

01:01:33: Damals zweiundsiebzig sozusagen aufgeschrieben zusammengefasst.

01:01:38: Diese Grenzen haben wir so nie erreicht.

01:01:41: Ja unser Gesche... Insgesamt unseren Wirtschaftsmodell basiert da drauf Rohstoffe zu entnehmen und zu verarbeiten und diese Rohstoffen sind endlich.

01:01:53: Die zirkulären Geschäftsmodelle können dazu beitragen, die Rohstoffe länger im System zu halten und auch dadurch Wachstum zu generieren.

01:02:06: Und gleichzeitig braucht es weiterhin auch extraktives Wachsstum denn wir sind mittlerweile roundabout acht Milliarden Menschen glaube ich Wir haben einen gewissen Standard erreicht.

01:02:17: andere wollen das auch.

01:02:19: Es gibt Nachfrage brauchen Kleidung, wollen aber auch sammeln, wollen Freude haben.

01:02:27: Das heißt ganz ohne Wachstum geht es nicht und ich bin auch kein Verfechter der Postwachstumtheorien die so rumgeistern denn ganz ohne wachstums gibt es auch wenig Anreize im Geschäft zu investieren.

01:02:43: man kann sich natürlich komplett neue Wirtschaftssysteme überlegen und ausdenken Ich bin davon aber noch nicht überzeugt.

01:02:51: Lange Zeit war ja der Slogan oder Ein-Slogan von Chibu jede Woche eine neue Welt.

01:02:56: Diese Sortimentswelten, je nach Jahreszeit, Kalender und Festivität und sportlicher Aktivität

01:03:03: usw.,

01:03:04: die gibt es immer noch.

01:03:05: jetzt sprechen wir im August für das Jahr zwölf Jahre.

01:03:07: Ich habe mir natürlich angeguckt was gibt es da aktuell?

01:03:10: Brauche ich wirklich die trölfte Yoga-Lagons, nur weil ich die in Lila mit dem Leo-Print noch nicht im Schrank habe.

01:03:18: Also auch an dich nochmal die Frage wie gehen diese wöchentlichen Sortiments Wechsel und Welten zusammen mit dem Thema Nachhaltigkeit?

01:03:30: Wenn ich das verstehe, jede Woche eine neue Welt.

01:03:33: Ich glaube der Slogan wird ja so auch seit langem gar nicht mehr eingesetzt.

01:03:36: wenn ich das so verstehe... ...ich bin ein Fasch jetzt im Bereich der Taxien bei Kaffee ja sowieso nicht.

01:03:43: Ich bin ein Fast-Fashion Anbieter.

01:03:45: Ich knalle die Klamotte mal ein bisschen drastisch in den Markt lasse möglicherweise wie wir es ja auch schon gesehen haben an der Kasse nicht nach Stück abrechnen sondern nach Kilo.

01:03:57: Ja, das ist dieses Unternehmen nicht.

01:04:00: Dieses Unternehmen ist im Röstcafé sowieso aber auch im Textilbereich vom Selbstverständnis zumindest so wie ich es verstanden habe eher ein Fachhändler.

01:04:10: Jede Woche eine neue also auch mit der Spezialisierung auf Kinder, Baby – das ja eines der wichtigen Sortimente was wir hier haben.

01:04:20: dann das ganze Sportsortiment um jetzt mal zwei herauszugreifen die ja auch immer sehr erfolgreich sind und Daneben werden andere Produkte sortimentiert, kommen dazu um auch ein bisschen Abwechslung zu bekommen und dergleichen.

01:04:33: Also insofern sind wir Fachhändler.

01:04:35: Insofern arbeiten wir für eine Superqualität also für die tradierte Qualität ebenso wie die für die ökologische Sozialverantwortliche.

01:04:45: Wir versuchen den Kunden dahinzubringen zu sagen tragt das Stück so lange wie es geht Ja alles andere kontaktiert doch alle Bestrebungen Richtung Ökologie.

01:04:57: Vielleicht auch nochmal so ein Gedanke an Pablo.

01:05:02: Neben dem kreislauf- tauglichen Design, den Kreislauftauglichkeit ist ja neben Klima also Ressourcenschutz durch Rückführung im Kreisläufe eines der großen Themen nicht nur das Designkreislauf Tauglich hinzubekommen sondern auch zu überlegen wie kriegen wir eine Kreislaufführung hin?

01:05:21: Das heißt dass der Kunde zurückgeben kann Produkte, die er zurückgebt, eben Kreislauf tauglich sind.

01:05:28: Dann sie in einen mechanischen oder chemischen Recyclingprozess dann kommen und dass daraus neue Fasern gewonnen werden, die dann wieder bestenfalls auch bei Gibo eingesetzt werden.

01:05:41: Es gibt leider – das ist das Problem über all die Jahre, die ich jetzt hier begleite – es gibt Leider keine richtig funktionierenden Faser zu Faser, das nennt man das.

01:05:56: Es geht ja überwiegend in den Export.

01:06:02: Vieles geht auch in die thermische Entsorgung, macht sagt immer so schön

01:06:05: ... Die thermischen Entsorgen können nicht mal sehr schön als Euphemismus?

01:06:08: Ich sag mal, thermische Verwertungen das ist noch schlimmer aber es ist eine Entsorge nicht untergreifend.

01:06:13: Teil wird raus sortiert und ein Teil geht auch an den Secondhand Markt und in karitative Verwendung.

01:06:19: also insofern ist dieser Bereich ja gut.

01:06:22: mit meinem Mandat nach Chibo was ich dann nochmal einmal hatte haben wir Pilotprojekte gemacht.

01:06:28: Das ist die HACRO GmbH, kann ich jedem noch mal empfehlen da mal reinzugucken.

01:06:32: Da haben wir mal ein Pilotprojekt gemacht und haben gesagt was müsste denn eigentlich insgesamt passieren?

01:06:37: Und wie können wir uns als HACro engagieren um diese Kreisläufe auch mit Partnerunternehmen, mit Wettbewerbern aufzubauen.

01:06:46: Um unsere langlebige und hochwertige Kleidung, denn das ist ein Corporate Wear Anbieter also für Berufsbekleidungen um die wieder in die Kreisläufe zurückzuführen, die dann auch mechanisch recycelt werden können.

01:07:01: Weil die Fasern so lang sind ja dass man sie auch im Mechanischen mit Zusatz von langen Faseren und auch wieder zu drollen Superprodukten macht.

01:07:10: Dann da zwei Punkte dazu.

01:07:12: Das eine ist wir haben eben über die Frage was verkauft.

01:07:15: man verkauft Nachhaltigkeit sich oder Langlebigkeit ist sicherlich ein auch ein sehr gutes nachhaltigkeitsargument oder Verkaufsargument das man auch am Produkt nutzen kann.

01:07:26: Das ist wirklich, wirklich wichtig!

01:07:28: Wenn wir in die Zukunft gucken... Ich glaube zirkuläre Geschäftsmodelle sind am Ende des Tages die einzige wirkliche Lösung.

01:07:36: und das sage ich jetzt nicht nur als Chibo wegen der Frage warum weil wir jede Woche neue Produkte im Markt geben sondern und es wird vielleicht ein bisschen philosophisch weil wir Menschen so sind wie wir sind.

01:07:47: Wir sammeln gerne, wir kaufen gerne, wollen gerne neue Sachen ausprobieren usw.

01:07:53: befriedigt am Ende auch alles einen gewissen Trieb, den wir haben.

01:07:57: Und deswegen sind diese Rückführsysteme jetzt nicht nur eine technische philosophische Diskussion sondern absolut notwendig und die können wir nicht alleine aufbauen.

01:08:07: und ähnlich wie in anderen Bereichen Gebäude Sicherheit im Bangladesh oder andere Themen brauchst du dann Rahmenbedingungen und Kooperationen, wirklich zum Teil auch rechtliche Rahmenbedigungen.

01:08:20: dieses ermöglichen solche Kreisläufe aufzubauen.

01:08:24: Und erste Schritte in die Richtung geht die EU ja jetzt

01:08:27: auch.

01:08:28: Wo siehst du da die Hauptverantwortung bei diesem Thema?

01:08:31: Also Recycling von Fasern, von Stoffen.

01:08:35: Siehst du das in erster Linie bei den Unternehmen, bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern?

01:08:40: oder hast du die EU gerade angesprochen in der Politik?

01:08:43: Es ist letztlich ein Zusammenspiel.

01:08:45: Das Einzige, wovor ich immer warnen würde, ist dem einzelnen Verbraicher in seiner eigenen Entscheidung zu viel Verantwortung zu geben.

01:08:54: Ich muss als Mensch im Alltag jede Woche hunderte Einkaufsentscheidungen treffen.

01:09:00: Von Margarine über die Marmelade, übers Brot, über eine Klamotte und andere Dinge da.

01:09:08: die Erwartungshaltung zu haben sich bei jedem Teil groß Gedanken zu machen das finde ich zu viel.

01:09:14: Politik und Unternehmen müssen da das richtige Zusammenspiel finden.

01:09:21: Ähnlich wie es damals mit dem grünen Punkt zum Beispiel in der Anfänge ins Leben gerufen wurde, Recyclingsysteme aufzubauen.

01:09:29: Brauchen wir ähnliche Ansätze dann am Ende des Tages auch für Textilien?

01:09:35: Die Größe ist entscheidend.

01:09:37: Wir brauchen was Ökonomen dann Skaleneffekte nennen, das muss insofern wirtschaftlich tragfähig werden dass es günstig genug ist die Stoffe einzusammeln und zu recyceln wieder auf den Markt zu bringen so dass sich daraus dann preislich ansprechende Produkte wieder generieren kann.

01:09:59: sonst bleibe ich immer in der Nische wenn es zu teuer ist.

01:10:03: Um diese Größe zu erreichen, da braucht man wieder politische Rahmenbedingungen.

01:10:08: Also ich würde sagen weder der eine noch der andere hat alleine die Verantwortung sondern mit den richtigen Rahmenbedinger suchen sich die Unternehmen ja die neuesten innovativsten kreativsten Ansätze und gehen dann gerne auch in solche Lösungen rein.

01:10:22: Jetzt treffen wir uns ja hierfür das Bilanzgespräch, Zwanzigjahre Nachhaltigkeit bei Gibo.

01:10:27: Erklärtes Unternehmensziel ist es seit Zwei-Tausend und Elf und da warst du noch in Charge zu einhundert Prozent nachhaltiger Geschäftstätigkeit zu kommen?

01:10:37: Geht das?

01:10:40: Wenn es um die Geschäftstätigkeiten geht haben wir das hundertprozentige Ziel jahr längs erreicht.

01:10:47: Außerdem, es war der Weg eigentlich.

01:10:48: Die Einschränkung auf dem Weg zu einer hundert Prozent nachhaltigen Geschäftshältigkeit.

01:10:53: Nachhaltigkeit bedeutet nicht hundertprozent ökologisch und hundert prozent sozial verantwortlich.

01:10:57: Nach haltigkeit bedeutet die Verheiratung der ökonomischen Interessen mit den ökologistischen und sozialen in der bestmöglichen Art und Weise wie das Unternehmen es leisten kann.

01:11:08: Und wenn ich jetzt wirklich auf diese zwanzig Jahre darauf zurückgucke... Davon habe ich einen Teil eben auch mitgestalten dürfen hier.

01:11:18: Ich glaube nicht, dass es irgendeine Entscheidung hier gäbe in diesem Unternehmen die von hoher Relevanz ist weil sie eben sehr viel Geld kostet oder weil sie irgendwie besonders auch ahnenbar ökologisch unverträglich sozial unverantwortlich wäre das Nachhaltigkeit ja nicht in dem Sinne aufgefasst würde ökonomischen Gesichtspunkte, die ökologischen Sozialen gleichermaßen zu berücksichtigen.

01:11:48: Ob dabei dann am Ende für die Ökologiefreunde zum Beispiel eine saubere ökologically entscheidungbar rauskommen?

01:11:55: Das ist dann.

01:11:56: oder für NGOs ist da ne andere Frage.

01:11:58: Es muss glaubwürdig sein es muss gut vertretbar sein.

01:12:01: Die Entscheidung als solche wie Pavlofolien ja auch einmal auch schon angedeutet hat das muss dann kein Siegel sein oder wie auch immer sondern es kann ein glaubwürdiges Programm sein.

01:12:10: also insofern ich sage mal und geschenke mich mal aus dem Fenster Hundert Prozent auf dem Weg zu einem hundert Prozent nachhaltigen Unternehmen auch mit der Einschränkung, das haben wir erreicht.

01:12:20: Würdest du unterschreiben, mute ich?

01:12:24: Ich

01:12:24: würde sagen, der Prozess geht aber weiter so.

01:12:28: Wir haben eben nicht das Ende erreicht von dem was wir schaffen können mit unseren Programmen.

01:12:34: Wir haben ein Café-Programm gestartet Aber wir haben unsere Ziele noch nicht final erreicht Ein Nordstern definiert, wir wollen gerne dass irgendwann Kaffee wirtschaftlich auskömmlich, das ist der erste Punkt und dann eben aber auch ökologisch sozial verträglich stattfindet.

01:12:49: Und da rein investieren wir insofern.

01:12:53: Wir haben uns prozesszeitig genauso aufgestellt wie du sagst, da würde ich sagen, das unterschreibe ich und jetzt haben wir noch einen ganzen Weg vor uns, dass als Ziel dann auch wirklich zu erreichen.

01:13:02: genau so gilt es für die zirkulären Geschäftsmodelle, den Ersatz von Schweröl im Schiffstransport durch bessere Treibstoffe und so weiter und sofort, aber ich denke ja wir haben über unsere gesamte Geschäftstätigkeit definiert wie wir da hinkommen wollen.

01:13:27: oder wie der Prozess aussieht, die Entscheidungen aussehen.

01:13:29: Darf ich noch eins ergänzen vielleicht auch dazu?

01:13:31: Auch in der Interpretation, wie wir es seinerzeit hatten also den Weg zu einer hundertprozentigen, den Weg da reinzunehmen das kam seinerzeit auch von Herrn Dr.

01:13:39: Conrad zu sagen Der Prozess hört ja nie auf mit den Weiterentwicklungen.

01:13:44: und auf der anderen Seite dann auch zu sagen Wir haben seinerzeit die Frage gestellt Wie kann das Unternehmen zukünftig aussehen?

01:13:55: Im Sinne eines zum Beispiel Gemeinwohlunternehmens.

01:14:00: Gemeinwohlunternehmen bedeutet eben nicht nur die internen Ansprüche aufzunehmen, auch die des Gesellschafters sind natürlich die wichtigsten sondern eben auch das gesamte gesellschaftliche Umfeld bis hin zu den Kunden sie mitsprechen zu lassen was wir ja schon tun, die Mitarbeiter sie mit sprechen zu lassen wenn es um große Entscheidungen hier geht Nicht-Regierungsorganisationen, Gewerkschaften bis hin zu den Medien.

01:14:24: Sie alle im Grunde eigentlich mit ihren Ansprüchen hier in unseren Entscheidungen zu berücksichtigen.

01:14:29: Das wird am Ende nicht so funktionieren dass man dann sagt die NGOs kriegen immer recht oder die Gewerksamkeiten kriegen immer Recht.

01:14:37: So wird es nicht sein denn die letzte Entscheidung kommt von uns.

01:14:41: aber in diesem Sinne diese Gemeinwohl Richtung zu beschreiten finde ich zum Beispiel fantastisch.

01:14:46: auch mit dem Blick welchen Stern suche ich am Horizont nach auf dem Weg zu hundert Prozent nachhaltigen Unternehmen.

01:14:55: Was ist, was mich zukünftig hier antreibt?

01:14:57: die nächsten zwanzig Jahre?

01:14:58: Dann

01:14:59: gehen wir jetzt in die Rückschau bitte.

01:15:01: Was war dein größter Erfolg deiner Zeit bei Chibo?

01:15:05: Worauf bist du stolz?

01:15:06: Was denkst Du hat vielleicht für eine konkrete Personengruppe das Leben der Arbeit verbessert?

01:15:14: Ich glaube es war kein bestimmtes Projekt, sondern – und das klingt jetzt vielleicht ein bisschen alt – bin ich eigentlich normalerweise nicht.

01:15:22: Das war die Verleihung des deutschen Nachhaltigkeitspreises, also nur zehn Jahre nach dieser Katastrophe mit den Kampagnen an die CHIBO GmbH.

01:15:32: Das ist der renommierteste einer, der renomiert – ja, das ist eigentlich der renommenierteste deutsche Nachhaltigkeitpreis und er wird nur an Unternehmen für besondere Umwelt oder Sozialleistungen oder wie in unserem Fall für den Weg vom Saulus, sag ich jetzt mal zum Paulus.

01:15:49: In zehn Jahren verliehen und dahinter verbergen sich die ganzen Projekte, die diesen Preis ja auch gerechtfertigt haben.

01:15:58: Ja wenn ein Luri das sagt oder eine Dr.

01:16:00: Conrad oder eine Herr Erzler wir sind auf einem guten Weg.

01:16:02: so nachdem man dann zählt dass erst mal gar nichts.

01:16:04: denn uns aber externe Stakeholder, da kommen sie wieder.

01:16:08: Da sitzen Wissenschaftler, sitzen NGOs, da sitzen Gewerkschaften die diesen Preise in einer Jury vergeben.

01:16:14: Wenn die sagen, der Weg ist aber aller Ehren wert hier dann denke ich an Meine Kaffee-Einkäufer hier Andreas und Jan, die sich krumm gemacht haben um das Kaffeeprogramm nochmal nach vorne zu buschen.

01:16:27: Unsere vielen aus dem Non Food, außer Logistik, außer Kommunikation, außer Rechtsabteilung also alle die lieben Kollegen, die daran mitgewirkt haben da war ich stolz.

01:16:38: Jetzt macht aber auch ein Paulus mal Fehler.

01:16:41: Was ging denn schief?

01:16:42: Welches Ziel hast du verfehlt?

01:16:44: Ich hatte das vorhin schon zitiert mit dem Ziel, wann ihr zu hundert Prozent zertifizierten Kaffee ausschenken wolltet.

01:16:51: Das hat nicht geklappt!

01:16:52: Gibt es noch ein anderes Ziel wo du sagst ja tut mir leid dass haben wir verfehlte.

01:16:57: Ich glaube, wir hatten das vorhin schon mal einmal gestriffen.

01:17:00: Dies ganze Thema lebensunterdeckende Löhne in den Fabriken oder auch lebens unterdeckene Einkommen bei den Kleinfarmern die Programme, die wir da versucht haben nicht alleine sondern insbesondere auch in dem Stakeholder-Netzwerk von dem ich ja früher gesprochen habe Die sind auch wirklich so lange wie wir das diskutieren.

01:17:19: aber bei Otto schon dreißig Jahren diskutiert man über den gleichen Kram hier.

01:17:24: Und man kommt kein Millimeter voran, mehr Gerechtigkeit insbesondere zu den Arbeiterinnen in der Kette arbeiten und zu den Bauern auf dem Feld.

01:17:35: Man kommt einfach nicht voran.

01:17:36: Was ist da das größte Hindernis?

01:17:38: Das größte Hinnern ist, dass insgesamt die Preisstrukturen und die Preisverhandlungen in der Kette und in den Ketten so gemacht werden.

01:17:46: Dass man glaubt, dass lebensunterhaltende Löhne und lebensunterhaltende Einkommen insgesamt die weitere Kette topediert, dass die Produkte zu teuer werden oder wie auch immer.

01:17:58: Wir haben das ja selber mal durchgerechnet – so ist es doch gar nicht!

01:18:04: kommt natürlich auch so ein bisschen darauf an, wie groß der Gap zwischen gesetzlichen Mindestlöhnen zum Beispiel und Living Wages ist.

01:18:10: Nicht aber hier mal voranzukommen und insgesamt auch die Preisfindungsstrukturen über die Kette zu kommen, bis hin zum Endverbraucher oder zur Kundin und zum Kunden zu sagen, wenn wir solche Sachen sicherstellen, es entstehen mehr Kosten in der Kalkulation, seid ihr bitte bereit das mit uns mitzutragen?

01:18:29: Mit allen, die da dazwischen sind.

01:18:31: Ich habe mich noch vielleicht nochmal ganz kurz, ich hab gesagt das kann ein Einzelungsunternehmen selber nicht leisten und ich habe mich ganz besonders nochmal engagiert für einen Konzept dass dieses Stakeholder-Einbindung auch sicher stellt.

01:18:46: Das heißt Act, Action Collaboration Transformation Und ich persönlich baue darauf, dass in diesen Gremien Mittel und Wege gefunden werden nämlich die sehen wie folgt aus also grob, lohnt jetzt für Löhne.

01:19:07: Löhner ist eine Frage von Tarifverhandlungen.

01:19:12: Tarif Verhandlung in Entwicklungsländern?

01:19:14: Das ist so eine Sache muss man ehrlicherweise sagen.

01:19:17: da werden ja teilweise Gewerkschaften noch ausgegrenzt und dergleichen mehr.

01:19:20: die finden überwiegend eben leider nicht statt.

01:19:23: Wie kriegen wir es hin, auf der Abnehmerseite so viel Push in den Markt zu geben?

01:19:27: Wir möchten aber gerne, dass hier Flächentarifverträge gemacht werden.

01:19:30: Das kann Chibo nicht alleine, das kann nur die Wirtschaft insgesamt voranbringen dieser Thematiken und dort finden sich wirklich begeisterte und gute Unternehmen in diesem Gremium zusammen mit einer Regierungsorganisation mit der obersten Dachgewerkschaft Industrial der Internationalen um hier an diesen Lösungen dann auch zu arbeiten.

01:19:50: Ich habe jetzt wieder von Nomm, so nach dem Motto dass der Begeisterung Schwung wieder so ein bisschen abnimmt aus den Bereichen.

01:19:56: also da könnte ich mich nochmal engagieren.

01:19:58: Okay und damit sind ja auch Aufgabenfelder für dich schon definiert Pablo.

01:20:03: aber bei dir würde ich auch gerne anfangen mit der Frage worauf bist du so richtig stolz?

01:20:08: Wo sagst du das haben wir erreicht das haben mir auch konkret verbessert.

01:20:13: Ich würde sagen, nach anderthalb Jahren im Unternehmen, dass wir mit dem Kaffee-Programm Coffee to Stay starten konnten.

01:20:19: Das war der größte Erfolg erstmal hier im Unternehmen wirklich das flächendeckend auszurollen.

01:20:26: Wir merken nämlich jetzt auch im Sektor, das wird wahrgenommen.

01:20:30: Andere interessieren sich auch dafür.

01:20:32: Es gab auch Unternehmen die sich mit ähnlichen Themen parallel zu uns auf den Weg gemacht haben, indem wir gar nicht in Anspruch, dass wir die einzigen sind.

01:20:40: aber es hat sich insgesamt so eine Bewegung in die Richtung formiert, die vornehmlich auf positive Wirkungen.

01:20:49: setzt und das ist schon ein schöner Erfolg, dadurch hat sich der Diskurs auch verändert.

01:20:53: Auch darüber, wer trägt eigentlich Verantwortung für was?

01:20:55: Und über welche Misserfolge sprichst du vielleicht weniger gern?

01:20:59: Mach's jetzt aber freundlicherweise trotzdem!

01:21:04: Ich glaube, ein Thema, das ist auch eher allgemein die Frage Geschwindigkeit.

01:21:17: Auch im Kaffee-Programm haben wir uns vorgenommen, so wie wachsen jetzt wahnsinnig schnell und gehen richtig groß rein?

01:21:23: Wir haben

01:21:23: schon gesehen, Achim hat er sich das auch schon vorgenommen!

01:21:27: Und dann Reality Bites.

01:21:28: und dann stellst du fest okay ja es ist aber nicht ganz so einfach genug gute Partner zu finden in der Geschwindigkeiten.

01:21:37: Dann stellst Du fest anhand deiner Daten oh ein Projekt läuft gar nicht... Das müssen wir aufhören.

01:21:44: und dann verlierst du aber irgendwie zwei tausend Pharma, die du eigentlich schon in deiner Zieldefinition drin hattest.

01:21:51: Also an solchen Ecken- und Enden scheitern wir dann doch regelmäßig.

01:21:59: dann das täglich Boot.

01:22:01: Leider!

01:22:02: Try and error, immer wenn man mutige Entscheidungen trifft kann es auch sein dass man damit mal auf die Schnauze fliegt.

01:22:07: No risk no fun haben wir vorhin gehört.

01:22:09: jetzt würde ich gerne eine fixe Abschlussrunde mit euch machen.

01:22:11: geht so Ich gebe halbesätze vor ihr ergänzt spontan assoziativ also hoffentlich ohne darf ich das so sagen filter und sehr knackig will sagen.

01:22:21: kurz und zwar abwechselnd bei dir würde ich gern beginnen Pablo.

01:22:25: zwanzig Jahre nach Beginn der Nachhaltigkeit Strategie

01:22:30: Stimmen

01:22:32: wir immer noch mitten drin.

01:22:34: Das größte Hindernis für nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland ist?

01:22:40: Vielleicht die mangelnde Unterstützung durch alles Steakholder, durch alle Anspruchsteller.

01:22:44: Das Größte Hinderenis für Nachhaltiges-Wirtschaften bei CHIBO ist?

01:22:48: Marktdruck.

01:22:50: Achim Damos Chibo unbedingt dran!

01:22:54: An das Thema Umsetzung von Living Wages und... Lebensunterhalte einkommen der Kaffeefarmer.

01:23:05: Nicht alleine!

01:23:06: Daran können sich künftige Nachhaltigkeitsmanager ein Beispiel nehmen, Pablo?

01:23:14: Besseres Alignment mit dem Geschäftsmodell.

01:23:18: Okay und das nochmal auf Deutsch?

01:23:21: Nachhaltigkeit nicht als nebenher und add on... Fokussiert nur auf Umwelt und Soziales zu betrachten, sondern wirklich das mit der Geschäftstätigkeit zu verbinden.

01:23:35: In der Vergangenheit wurde aus meiner Sicht zu oft die Wirtschaftlichkeit der Pharma, die Wirtschaftlichkeit der Partner in der Kette und die Wirtschaftlicheid des Unternehmens vernachlässigt in der

01:23:46: Nachhaltigkeitsdiskussion.".

01:23:47: Okay!

01:23:48: Daran sollten sich künftige Nachhaltigkeiten zum Manager lieber kein Beispiel nehmen, Arim?

01:23:54: An den Erfolg... von Konfrontation und Ausgrenzung.

01:24:01: Politische Regulierungen und Gesetzgebung im Bereich Nachhaltigkeit sind

01:24:06: Fluch- und Segen zugleich.

01:24:08: Kannst du das nochmal gewichten in Prozent?

01:24:11: Das ist schwierig, ich kann es aber an Inhalten festmachen.

01:24:13: immer dann wenn die Regulierung wirklich auf positive Wirkung abzielt und berücksichtigt, wie auch die Realität funktioniert.

01:24:23: Dann ist sie gut!

01:24:25: Und immer dann wenn sie einfach nur zusätzliche Bürokratie schafft ohne in Effekt oder sogar vielleicht negative Nebenwirkungen, die vorher nicht bedacht wurden, dann ist sie schlecht.

01:24:34: Das brauchen Kaffeebauern am allernötigsten

01:24:40: Unterstützung bei der Umsetzung von Ökologie, Klimaschutz, Naturschutz und anständige Einkommen.

01:24:49: Und die Unterstützung lässt wer?

01:24:51: leisten auch diejenigen, die mit den Produkten guter Geschäfte machen.

01:24:56: Also zum Beispiel auch wir als

01:24:58: Kaffee-Röster.".

01:24:59: Das hilft Näherinnen in Billiglohnländern am meisten?

01:25:03: Auskommliche Einkommen sind der wichtigste Faktor.

01:25:07: Zuniedrige Einkommen ist der größte Treiber für Schwierigkeiten im Bereich Bildung und Kinderarbeit.

01:25:13: all diese Themen Ernährungsdicherheit das ist schon das Hauptthema

01:25:17: Für die Verbraucher und Verbraucherin am allerwichtigsten ist?

01:25:22: Vertrauen in die Marke, die durch genau diese Maßnahmen, die wir als Manager auch durchführen bewirkt wird.

01:25:30: Und von euch beiden hätt ich gerne die Ergänzung des Satzes.

01:25:34: meine wichtigste Erkenntnis aus zwanzig Jahren Nachhaltigkeitsstrategie bei CHIBO.

01:25:39: Vielleicht die wichtigste erkenntnis Auszwanzig jahren nachhaltigkeites Arbeit hier ist.

01:25:46: Ausprobieren machen nicht auf die perfekte Lösung warten und zur Not das Thema auch wieder einkassieren und stoppen, aber nicht stehen bleiben immer weiterentwickeln.

01:25:56: Okay ich erhöhe den Schwierigkeitsgrad.

01:25:59: du darfst jetzt nicht sagen Achim was er gesagt hat.

01:26:02: von dir möchte ich noch eine andere Ergänzung?

01:26:06: Ich würde mal ganz lapidar auch sagen wenn man glaubt dass etwas nicht geht dann wird man in der Regel eines besseren belehrt wenn man die Notwendige Kraft und die Energie dahinter legt.

01:26:22: Und zwar zusammen mit anderen, nicht

01:26:23: alleine.".

01:26:24: Jetzt will ich das Gespräch nicht mithalbsetzen und so im Staccato beenden!

01:26:28: Das hat noch eine etwas ausgerutere Frage zum Schluss an euch beide.

01:26:33: Stellt euch vor wir treffen uns in zehn Jahren wieder.

01:26:35: es ist der August-Karriere-August-Kartner-Ausgabe-Zitraum.

01:26:41: Wie hat sich das Unternehmen Chibo bis dahin?

01:26:44: verändert und entwickelt, was unser Thema betrifft – soziale und ökologische Nachhaltigkeit.

01:26:49: Und ich würde noch dazu sagen, dass es jetzt hier nicht wünscht dir war, wo irgendwas an die Wand gemalt wird, sondern realistische Erwartungen hochgerechnet von unserem aktuellen Status aus?

01:27:00: Ich würde zwei Themen in Vordergrund stellen.

01:27:02: Das eine ist das wir wirklich an der Zukunftssicherung vom auskömmlichen Kaffeeanbau einen guten Schritt nach vorne gekommen sind dass man wirklich die Veränderungen sieht in den Regionen, in denen wir arbeiten aber auch andere arbeiten.

01:27:18: Das finde ich wahnsinnig wichtig.

01:27:19: und das andere Thema ist, dass auf dem Thema zirkuläre Produkte Dienstleistung, dass wir da weitergekommen sind, dass es nicht einzelne Kapseln sind Piloten

01:27:31: usw.,

01:27:31: sondern dass das wirklich dann Kern sei es Textile to Textile Recycling, sei es langen Lebenlichkeitsthemen, dass wird da einen großen Schritt wirklich hinwirkt dass man es wirklich im Portfolio sieht.

01:27:43: Ich weiß nicht, ob Sinn hat jetzt zu fragen, ob du andere Antworten geben kannst?

01:27:47: Könnte ich nicht!

01:27:48: Ich würde noch einen draufsatteln.

01:27:50: in zehn Jahren finde ich ist toll wenn Schibo durch all diese Maßnahmen soweit ist das es den deutschen Umweltpreis gewonnen hat.

01:28:00: der ist mit nicht weil er mit fünfhunderttausend Euro dotiert ist.

01:28:05: höchst dotierte ist der wichtigste Umweltpreise in Deutschland wird nur verliehen für exorbitant gute umgesetzte Ideen im Bereich Umwelt und Klimaschutz.

01:28:15: Und wenn wir da irgendetwas hätten, habt ihr jetzt zehn Jahre Zeit daran zu arbeiten?

01:28:19: Vielleicht schafft das auch eher... Das wäre toll!

01:28:23: Wird mich stolz machen.

01:28:24: Okay neue Ziele sind gesetzt.

01:28:26: Harroßforderung

01:28:27: angenommen.

01:28:27: Hallo

01:28:28: Achim vielen Dank für diesen Lüffhänger am Ende und fürs Gespräch.

01:28:33: Ja wunderbar, vielen Dank Seiche auch Danke.

01:28:36: Vielen Dank dass Ihr bei diesem Videopodcast von fünf Tassen täglich dabei wart.

01:28:41: Zwanzig Jahre Nachhaltigkeit bei Chibo, kritisch hinterfragt.

01:28:45: Vielen Dank an die Gesprächsteilnehmer Pablo von Waldenfels und Achim Lourie!

01:28:49: Und vielen Dank auch an die Moderatorin Katja Weber.

01:28:52: Halten wir also fest zwanzig jahre Nachhaltigkeiten – es gibt noch viel zu tun.

01:28:58: Klimawandel, Ressourcenverbrauch und soziale Verantwortung entlang globaler Lieferketten.

01:29:03: damit beschäftigen sich Unternehmen, die Politik und die Gesellschaft gleichermaßen.

01:29:09: Hitze Dürre, Überschwemmung nehmen zu und die Ozeane erwärmen sich.

01:29:13: Außerdem muss es noch gerechter zugehen bei den Menschenrechten.

01:29:18: Umso wichtiger ist das Unternehmen Verantwortung übernehmen, Ziele formulieren, Fortschritte transparent machen und auch bereit sind, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.

01:29:29: Welche Schritte Chibo schon gegangen ist und welche das Familienunternehmen noch gehen muss, hört ihr regelmäßig hier im Podcast bei fünf Tassen täglich.

01:29:37: Euer Podcast für Kaffee-und Nachhaltigkeit!

01:29:41: Abonniert diesen Podcast gerne – er läuft überall wo es Podcasts gibt zum Beispiel bei Podimo, RTL Plus oder Spotify Und schickt gerne eure Anregungen und Fragen an podcastatchibo.de.

01:29:55: Wir hören uns wieder hier bei Fünf Tassen Täglich Bis zum nächsten Mal.

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